Lehrlingslossprechung des Mönchengladbacher Handwerks

Gruppenbild mit den Jahresbesten.

Das Jugendblasorchester der Musikschule Mönchengladbach unter der Leitung von John Kikken sorgte bereits mit dem Lied „Tage wie dieser“ von den „Toten Hosen“ für einen mitreißenden Auftakt. Schon zum sechsten Mal bildete das Forum der Stadtsparkasse am 22. März den feierlichen Rahmen für die gemeinsame Lossprechungsfeier der Mönchengladbacher Innungen.

Damit drücke die Stadtsparkasse ihre Verbundenheit zum Handwerk aus, erklärte Hartmut Wnuck in seinem Grußwort. Das Handwerk sei wie die Sparkasse regional und lokal verwurzelt. „Das Handwerk ist in unserer Stadt hervorragend ausgestattet“, berichtete Wnuck fasziniert von seinem Besuch im „Haus des Handwerks“.

Diesmal waren 300 Lehrlinge freizusprechen, von denen 220 unter den insgesamt 700 Gästen anwesend waren. Kreishandwerksmeister Frank Mund eröffnete den Rednerreigen und gratulierte den Junggesellen und Junggesellinnen recht herzlich zur bestandenen Gesellenprüfung. Nach einer anspruchsvollen und erfolgreichen Ausbildung hätten sie bewiesen, dass sie belastbar seien und den Grundstein für ein solides Berufsleben gelegt. In humorvoller Anspielung schlug er einen Bogen zu dem Marshmallow-Test mit Kindern (http://goo.gl/35ccTQ). Hier sollten vierjährige Kinder der Versuchung widerstehen, einen Marshmallow zu essen und als Belohnung später einen zweiten erhalten. Bei einer Befragung der Erwachsenen stellte sich heraus, dass die „Verweigerer“, die der Versuchung als Kind widerstanden, im späteren Leben erfolgreicher waren. Und so sehe er heute hier viele erfolgreiche „Marshmallow-Verweigerer“ vor sich. Eine ganz neue Sichtweise auf die ehemaligen Auszubildenden, die für Heiterkeit sorgte.

Das Handwerk: Die Wirtschaftsmacht von nebenan

Oberbürgermeister Hans Willem Reiners zählte auf, was es ohne das Handwerk nicht gebe – angefangen bei den Musikinstrumenten des Orchesters bis zur Hightech. Und damit sei das Handwerk ein wichtiger Wirtschaftszweig für Mönchengladbach. „Durch Ihren Beruf machen Sie sich unverzichtbar für uns alle“, brachte es Reiners auf den Punkt.

Kammerpräsident Andreas Ehlert betonte, dass der Gesellenbrief ein besonderes Stück Papier sei: Es sei der verbriefte Beweis, dass „sie etwas können“. Glück alleine reiche nicht aus, um eine Prüfung zu bestehen. Dazu gehöre auch „eine ordentliche Portion Fertigkeit und Können“. „Handwerk ist Qualität oder es ist kein Handwerk“, unterstrich Ehlert. Das Handwerk sei die Keimzelle des Mittelstandes. „Sie sind die Menschen, die unser Land so stark machen“, hob Ehlert besonders hervor.

Kreisgesellenwart Alexander Bröxkes warb für das Ehrenamt und für die Mitarbeit im Altgesellenausschuss der Innungen. Dort stehen einige Neuwahlen an. Junggesellin Jacqueline Hasslauer hatte ihre Rede mit den Worten „Widerstände überwinden“ überschrieben – hat sie doch als Frau und Motorradfan mit der Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin einen typischen Männerberuf gewählt und durchaus ihren Mann gestanden. Ihre Ausbildung machte sie bei der Firma Waldhausen + Bürkel. Im Rückblick sagte sie schmunzelnd: „Sicherlich kassierte ich im Berufsalltag von den Kollegen gelegentlich einen Machospruch. Doch in Männerberufen braucht man als Frau Durchsetzungsfähigkeit. So blieben diese Sprüche meinerseits nicht unbeantwortet.“

Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann listete auf, dass Fleiß und Willen sowie Energie der Treibstoff für Erfolg seien. „Wir brauchen Menschen mit Köpfchen und Herz“, sagte Fuhrmann. „Es liegt an Ihnen etwas daraus zu machen, etwa noch den Meisterbrief oder ein Studium an der Hochschule Niederrhein.“

Anschließend sprach Kammerpräsident Andreas Ehlert die Junghandwerker frei. Er nutzte spontan die Gelegenheit zu einem „Selfie“ für seine Facebook-Seite (https://www.facebook.com/Praesident.Ehlert).

Die Jahresbesten: Christoph Drobnitza (Betrieb H. & K: Hermanns Heizungsbau GmbH), Monika Hörig (Dieter Gren GmbH), Tatjana Kovaleva (Serife Özdemir Yesilbas), Alexander Janik (Reimann GmbH), Tim Schneider (Joachim Bröckers und Markus Schneider) und Maxim Schott (ALSTOM Grid GmbH).
Den Leistungswettbewerb der Handwerkskammer gewannen: 1. Kammersieger Moritz Heinen (Rütten GmbH), Jasmin Jonschefsky (Betrieb Christian Riethmacher), Dominik Laenger (WHP Tiefbaugesellschaft mbH & Co KG), Charlotte Lemke (Melanie Gerards, Sattlerei Mildenberger), Bianca Machado Silva (Günter Quade Elektroanlagen GmbH), Julian Neikes (Jacob Fleischhauer GmbH & Co KG), Peter Voswinckel (Heinrich Klüt-termann & Sohn), 2. Sandy Joanne Davies (Autohaus Türk GmbH & Co KG), Anke Oellers (Elektro Ohlig GmbH), Cindy Schäfers (Betrieb Wolfgang Geyri). Beste prakti-sche Leistung bei den Gesellenprüfungen: Tim David Meurers (Hermann Lamparter GmbH & Co KG).
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