Fußball-Fan setzt Zeichen

(Foto: privat)

Als dem MSV-Duisburg der Absturz in die vierte Liga drohte, war Horst Münzberger wie alle Fans des Clubs tief erschüttert. Aber gerade in dieser schweren Zeit seines Fußballvereins wollte der Malermeister ein Zeichen der Hoffnung setzen. Und das ist ihm sehr beeindruckend gelungen: An der über 13 Meter hohen Fassade seines Betriebsgeländes entstand unübersehbar auf 70 Quadratmeter Fläche eine künstlerische Liebeserklärung an den MSV und an Duisburg.

Im Juni hatte der 50-Jährige zu der Kunstaktion für seinen Verein aufgerufen. Viele Fans meldeten sich daraufhin bei dem Malermeister. „Allerdings waren einige Bewerber nicht schwindelfrei“, erzählt Münzberger. Schließlich entschied sich er für den Biologie-Studenten Alexander Kröning (23), den ehemaligen Bergmann Peter Hoffmann (48) sowie den Graffiti-Künstler Marten Dalimot (32). Zusammen entwarfen sie ein Wandgemälde mit dem Zebra-Logo in den originalen MSV-Farben. „Auf dem Gemälde schwebt das Zebra über der Stadt, weil Duisburg den MSV als Image- und Werbeträger einfach braucht“, erklärt Münzberger das Werk.

Rund 200 Arbeitsstunden stecken in der Fassadenmalerei, die mittlerweile zu einer Pilgerstätte für MSV-Fans geworden ist. Zum letzten Pinselstrich Anfang Oktober gab es einen kleinen Festakt, zu dem auch MSV-Fußballlegende Bernard Dietz und Sportdirektor Ivica Grlic kamen. Das Kunstwerk möchte Münzberger anschließend gerne als Poster mit Original-Unterschriften von Vereinsidolen verkaufen, um damit seinen MSV zu unterstützen. Mittlerweile hat es der Verein bekanntlich ja geschafft, wenigstens in der dritten Liga zu spielen.
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