Friedberg Volleyball: Gegen die Serie

Dresden: Sporthalle Gamigstraße | Volleyball – Die zweite Bundesliga ist, zumal in der Südstaffel, weitläufig auf Deutschland verteilt. So verschlägt es die Spieler des TSV Friedberg am Samstag nach Dresden um beim Primus der Liga anzutreten. In der gegenwärtigen Situation keine leichte Aufgabe, denn der Klassenerhalt ist in akuter Gefahr. In sechs der letzten sieben Spiele ging man leer aus, was sich auch deutlich am Tabellenbild ablesen lässt: mit 10:20 Punkten nach 15 Spielen steht man inmitten der Abstiegszone, das rettende Ufer ist jedoch nicht allzu weit entfernt.

Um wieder in sichere Gefilde der Tabelle klettern zu können, müssen die Friedberger Akteure nun also „gegen die Serie“ arbeiten und endlich wieder gewinnen. Dass man aus dem Osten der Republik mit Punkten zurückkehrt, erwartet vermutlich niemand in der Liga. „Genau das aber könnte unsere Chance sein. Dresden hat in der Rückrunde auch schon drei Spiele abgegeben, davon zwei in eigener Halle. Vielleicht können wir daran mit starker Kampfleistung anknüpfen“, äußert sich Co-Trainer und Libero Peter Kaufmann zur bevorstehenden Aufgabe.

Im Hinspiel gegen die Elbstädter war jedoch nur sehr vereinzelt der Kampfeswille zu erkennen und die Partie dementsprechend eine schnelle Angelegenheit: mit einem deutlichen 0:3 in 67 Spielminuten wurden die Friedberger damals vom Dresdner Angriffswirbel aus der eigenen Halle gefegt. Das war jedoch bevor die Sachsen gar drei Spiele in Folge als Verlierer beendeten, darunter eine schmerzliche 2:3 – Heimniederlage gegen den ASV Dachau. Zuletzt konnten die Recken von Spielertrainer Sven Dörendahl jedoch wieder Punkte und Mut tanken indem sie die Internatsspieler aus Kempfenhausen mit einem glatten 3:0 – Sieg in ihre Schranken weisen konnten. Zwar wiegt dieser Sieg im Verhältnis zur Leistungsdichte der etablierten Zweitligamannschaften nicht besonders viel, jedoch will man dem Gegner keinesfalls die außergewöhnliche Klasse des Kaders absprechen: „Dresden ist ein starkes Team, keine Frage. Wir haben nichts zu verlieren, aber wenn bei uns einiges zusammenläuft und die Umstände passen, können wir über den Kampf ein großes Spiel abliefern“, blickt Spielertrainer Stefan Meingast auf das anstehende Spiel.

„Und was dann alles möglich ist, das sehen wir wenn es so weit ist“, fügt Außenangreifer Ruppert Heim ein wenig enthusiastisch hinzu. Die weite Anreise will man später auch keinesfalls als Rechtfertigung verwenden, wie Max Krumbholz hinzufügt, denn „über den Kampf findet man immer ins Spiel, es geht primär darum diesen auch aufzunehmen.“ Genau wie der 23 – jährige Sprachstudent sind auch alle restlichen Spieler des Kaders einsatzbereit und werden im Kampf um den Klassenerhalt alles für ihren Verein geben. Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Gamigstraße in Dresden.

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