Realistische Stundensätze als Freelancer kalkulieren

Stundensatz kalkulieren

Viele Selbstständige und Freiberufler verkaufen sich leider unter Wert. Manche arbeiten mit einem so niedrigen Stundensatz, dass sie nicht einmal ihre laufenden Kosten decken können. Jeder Freelancer sollte sich selber ein angemessenes Gehalt festlegen und dieses sollte sich mindestens an dem Niveau des Durchschnittsverdienstes eines Angestellten in Deutschland orientieren.

Die Kosten einer Dienstleistungsstunde als Freiberufler

Eine Regel besagt, dass die Einnahmen höher als die Kosten sein müssen. Einige Selbstständige berechnen ihre Kalkulation jedoch nicht korrekt, da sie Kostenbestandteile auslassen. Es reicht nicht aus, das durchschnittliche Monatseinkommen eines Angestellten durch die Anzahl der monatlichen Arbeitsstunden zu dividieren, um den Stundensatz der Dienstleistung zu berechnen.

Welche Kosten müssen einkalkuliert werden?

Jeder Freiberufler muss sich um alles selber kümmern und bezahlen wie z. B. die Büroausstattung, Computer, Software, Strom, Miete, Telefonkosten und vieles mehr. Zudem zahlen die Arbeitgeber von Angestellten zum Bruttogehalt immer noch den Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherungen, also Kranken-, Pflege-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung dazu. Der Freiberufler muss die Kosten für die Sozialversicherung mit ca. 20 Prozent selber tragen.

Berechnung einer realistischen Auslastung

Das Jahr hat zwar 365 Tage, aber kein Selbstständiger arbeitet diese durch. Dazwischen sind Wochenenden und Feiertage und diese sollten in der Kalkulation mit berücksichtigt werden. Jeder Selbstständige braucht auch mal etwas Urlaub oder wird krank. Weiterbildungen für Freelancer sind natürlich auch sehr wichtig, aber auch Zeit in der Arbeit liegen bleibt. Zudem muss auch noch berücksichtigt werden, dass es für einen Selbstständigen oder Freiberufler nicht möglich ist, 100 Prozent der Arbeitszeit komplett abzurechnen. So zählen Buchhaltung und Büroorganisation und viele weiter weitere Punkte mit rein. Man berechnet da eine Auslastung von ca. 60%. Eine Gewinnmarge von 10 - 20 Prozent auf den Stundensatz sollte auch kalkuliert werden. Dieser Gewinn dient dazu, ein Finanzpolster zu bilden oder mögliche Durststrecken zu überwinden.

Beispielrechnung

Eine gute Beispielrechnung mit einer aussagekräftigen und übersichtlichen Infografik, für die Kalkulation eines angebrachten Stundensatzes, gibt es auf Rechnung48.de.
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