Bayerische Küche: Deftig und lecker!

Die traditionelle bayerische Küche hält nicht all zuviel von Gemüse. Dafür kommen deftige Mehlspeisen, gehaltvolle Suppen und die allseits geschätzte Brotzeit regelmäßig auf den Tisch. Kein Wunder, dass die Bewohner des Alpenvorraums dieser Nahrung den Vorzug gaben: Ihr körperlich zehrendes, bäuerliches Dasein bescherte ihnen ausreichend Mehl, Milch, Eier und Fleisch. In den abgelegenen Tälern der Alpen war das Vieh mit seinen Produkten die hauptsächliche Nahrungsquelle.

Eine Brotzeit geht immer


Die Brotzeit ist eine Zwischenmahlzeit, die zu jeder Tageszeit auf den Tisch kommt. Der Bayer genießt seinen "Snack" auch alleine - und blickt dabei versunken und genussvoll vor sich hin. Vor sich hat er zum Beispiel einen Teller mit Weißwürsten, süßem Senf, Breze und einer "Halbe" (Bier). Genauso beliebt ist eine Scheibe warmer Leberkäse mit Senf und eine Semmel (ein Brötchen).

Der Schmarrn - eine variantenreiche Mehlspeise


Der Schmarrn ist eine der ältesten Mehlspeisen. Seine Ursprünge reichen auf den mittelalterlichen Getreidebrei zurück. Die Speise besteht aus Mehl, Gries oder Brot. Verfeinert wird er mit Topfen (Quark) oder Milch. Eier, Zucker und Gewürze - wie Zimt - kamen erst später hinzu. Auch Varianten mit Obst gehören zu den Schmarrn-Variationen: Für einen Apfelschmarrn etwa vermengt man Apfelstücke mit dem Teig und gießt ihn in eine heiße Pfanne mit Öl. Der Schmarrn wird umgestochen und ausgebacken.

Schweinsbraten: Genuss mit Tradition


Dieses weit verbreitete Gericht darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen. Schon Karl Valentin widmete dem köstlichen Hauptgericht seine Aufmerksamkeit. Auch wenn er sich eher damit quälte, ob es nun "Knödel" oder "Knödeln" heißt.

Der Schweinebraten darf gut eingesalzen werden; die Schwarte rautenartig eingeschnitten. Anschließend gießt der Koch den Braten mit Gemüsebrühe auf und das Fleisch wandert ins Ofenrohr. Sobald es innen zart und außen knusprig ist, wird der Schweinebraten zusammen mit Semmelnködel und Kraut serviert.

Suppen, Suppen, Suppen


Die bayerische Küche liebt die Suppe. Als Grundlage dient eine klassische Brühe; diese besteht aus einer kräftigenRindssuppe mit Petersiliengrün. Als Einlage kommen Nudeln, Nockerl oder Spätzle und etwas Suppenfleisch in Frage. Es dürfen auch Karotten und anderes Wurzelgemüse hinzugefügt werden. Die Suppe ist kein Fast-Food-Gericht; für sie nimmt der Koch sich Zeit. Hochwertige Rindsknochen finden Verwendung; sie kochen mitunter stundenlang. Anschließend wird das Fleisch von den Knochen gelöst und wandert ebenfalls in den Topf.

Regionale und traditionelle Unterschiede haben einen riesigen Fundus an speziellen Gerichten und Zubereitungsweisen hervorgebracht. So gibt es beispielsweise im Rosenheimer Umland ein Schmalzgebäck mit dem Namen "Schuchsen". Im Berchtesgadener Voralpenland ist dies die Bezeichnung für ein "leichtes Mädchen". Wer gleich noch die passende Trachtenmode sucht, wird bei trachtenwolf.de fündig.
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