Warum feiern wir Ostern überhaupt?

Ostereier gehören wie der Osterhase zu Ostern dazu!

Jedes Jahr aufs Neue feiern wir Ostern. Doch manche wissen überhaupt nicht, warum wir dieses Fest feiern. Oder haben zumindest nur ein lückenhaftes Wissen darüber. Generell wissen die meisten wohl, dass Ostern aufgrund des Christentums gefeiert wird. Aber warum heißt es “Ostern” und “Gründonnerstag”? Warum wird Ostern nicht an einem bestimmten Datum gefeiert? Und woher stammen eigentlich die Vorstellung vom Osterhasen und der Brauch, Eier zu bemalen?

Im 2.Jahrhundert nach Christi Geburt begannen die Christen, die Wiederauferstehung des Heilands zu feiern - und noch heute halten sie an diesem Brauch fest. Seit inzwischen fast 2.000 Jahren wird im Christentum das Osterfest und damit die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Wenn auch teilweise heidnische Einflüsse eine Rolle spielen, gilt Ostern als das bedeutendste Fest der Christen.

Warum heißt es “Gründonnerstag”?

Um die Frage, warum der Tag vor dem Karfreitag “Gründonnerstag” heißt streiten sich Kirche, Theologen und viele Sprachwissenschaftler schon seit Längerem. Für die Kirche und die Theologen steht fest, dass “das” grün nicht von der Farbe kommt. Sondern ursprünglich von dem althochdeutschen Wort “greinen” abstammt, was so viel bedeutet wie “weinen” und sich im Laufe der Zeit über “grunen” bis hin zu grün entwickelt haben soll. Die Sprachwissenschaftler haben dafür eine ganz andere Theorie, sie sind nämlich der Meinung, dass grün vom 14. bis 16. Jahrhundert im kirchlichen Sprachgebrauch im Sinne von frisch, erneuert, sündenlos verwendet worden sei. Das sei “die einleuchtendste Erklärung”, so die Sprachwissenschaftler. An diesem besagten Tag feiern die Christen das letzte Abendmahl. Dieses verbrachte Jesus, laut der biblischen Erzählung, mit seinen zwölf Jüngern. Dennoch wusste er, dass einer von ihnen, ein gewisser Judas, ihn verraten würde. An diesem Abend verkündete Jesus bereits, dass er sterben müsse und im Himmel weiter für seine Anhänger da sein sein werde. Karfreitag ist dann der Tag an dem Jesu verraten und verurteilt wurde. Noch am selben Abend trat er seinen Weg zur Kreuzigung an, zu der er vom römischen Stadthalter in Jerusalem, Pontius Pilatus verurteilt wurde. Am Karsamstag ist die Grabesruhe und am Ostersonntag, dem dritten Tag ist Jesus wieder auferstanden. So glauben die Christen. Damit zeigte er den Menschen, dass es noch ein Leben nach dem Tod gebe und dieser nicht das Ende, sondern der Anfang des ewigen Lebens bedeute. Seither ist das Osterfest eines der wichtigsten christlichen Feste. Während der Fastenzeit sollen Christen in sich gehen und über ihr Leben nachdenken. Im christlichen Glauben hat Jesus durch seinen Tod am Kreuz das Leid aller Menschen, die ihre Sünden bereuen, auf sich genommen. Die Menschheit sei durch Jesus erlöst worden.

Warum hat Ostern kein bestimmtes Datum?

Das Osterfest der westlichen Kirche orientiert sich an dem jüdischen Passahfest und an den Mondphasen. Deshalb ist Ostern auch nicht auf ein bestimmtes Datum festgelegt. Der Sonntag, der dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang folgt ist also immer Ostern. Hierbei ist der früheste Zeitpunkt, auf den der Tag fallen könnte, demzufolge der 22. März und der späteste der 25. April. In der am Palmsonntag beginnenden Karwoche endet dann auch die am Aschermittwoch begonnene Fastenzeit, die ganze 40 Tage andauert. Dieses Jahr fällt Ostern auf den 27. März, also ist dementsprechend früh.

Woher kommt der Name Ostern?

Bislang ist die Herkunft des Namens “Ostern” noch nicht ganz geklärt. Dazu gibt es mehrere These. Eine davon ist, dass er von dem heidnischen Ostara-Fest stammt. Die Heiden waren Völker, die nicht einer Religion mit dem Glauben an einen einzigen Gott angehörten, dementsprechend waren sie keine Christen. Ostara ist der Name einer Göttin aus dem altgermanischen - die “Göttin der Fruchtbarkeit”. Ebenfalls gibt es die Meinung, dass “Ostern” von der angelsächsischen Frühlingsgöttin Eostre abgeleitet worden sein könnte. Man wollte die Heiden dazu bringen sich mehr mit dem höchsten aller christlichen Feste zu identifizieren. Das ist wohl der Grund dafür, dass der Name nicht aus der christlichen Tradition stammt.

Warum gibt es den Osterhasen?

Für den Brauch, dass ein Hase Eier bringt zu Ostern gibt es wieder einmal viele Erklärungsansätze. Zum einen existieren in damaligen Religionen Göttinnen, deren Symbol der Hase war. Die griechische Fruchtbarkeitsgöttin Aphrodite und die germanische Erdgöttin Holda, wobei Holdas Zeichnen nicht nur der Hase war, sondern auch das Ei. Trotzdem kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass hier der Ursprung der heute bekannten Tradition liegt. Ebenfalls ist es möglich, dass der Hase einer “schlechten Zeichnung” des Osterlamms entsprang und fälschlicherweise in dieser Form weiter verbreitet wurde. Der Brauch könnte sich aber auch durch die Protesten gebildet haben. Diese wollten sich nämlich damals vom katholischen Fest abgrenzen und so auf die Idee kamen, einen Hasen die Eier bringen zu lassen, so sagt man. Andererseits könnte die Antwort auf diese Frage recht simpel sein. Denn es könnte auch so sein, dass man die Kombination aus Hase und Ei deshalb gewählt hat, weil der Hase normalerweise ein sehr scheues Tier ist und nicht all zu oft gesehen wird. Im Frühling jedoch sind sie jedoch aktiver und häufiger auf Feldern und in Gärten zu sehen, also in der Nähe der Menschen. Sowohl Hase als auch Ei stehen jedenfalls für die Fruchtbarkeit und somit in Zusammenhang mit dem Frühling und dem Osterfest.

Warum werden an Ostern Eier bunt bemalt?

Auch für die Eier zu Ostern gibt es eine weiter Theorie, die auch ihre bunte Bemalung erklären würde. Die gesamte Karwoche lang ist es Christen untersagt Eier zu essen. Dieses Verbot war den Hühnern aber egal. Sie legten weiterhin Eier. Und Eier waren zur damaligen Zeit sehr teuer und kostbar. Sie wurden sogar als Zalungsmittel akzeptiert. Die überschüssigen Eier wurden gelagert und während der Karwoche schön angemalt, um sie anschließend weihen zu lassen und dann zu vertilgen.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!
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1 Kommentar
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Wolfgang H. Zerulla aus Burgwedel | 18.03.2016 | 20:28  
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