Vorreiterin in Sachen psychiatrischer Versorgung - Dagmar Kotmel wird für Ihre 25jährige Tätigkeit durch Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner geehr
Am 01. März 1984 begann Dipl. Psychologin Dagmar Kotmel ihr Tätigkeit als Psychologin bei der Caritas, damals noch im Sozialpsychiatrischen Dienst in Günzburg, der für Günzburg, Dillingen, Neu-Ulm und auch dem Donau-Ries zuständig war. In den ersten drei Jahren war Kotmel auf Basis einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme tätig, die Stelle und ihre Finanzierung waren bis kurz vor Ende der drei Jahre unsicher. Damals setzte sich Kotmel vorbildlich und als Vorreiterin im sozialpsychiatrischen Bereich für den Erhalt der Stelle ein und erntete dafür Erfolg. Der damalige Weibischof Schmidt intervenierte und die Stelle wurde somit durch den Bezirk Schwaben fest installiert. Als zentrale und erste Anlaufstelle in der sozialpsychiatrischen Versorgung psychisch kranker oder belasteter Menschen konnte der sog. SPDi seine Aufgabe festigen und ausbauen und ist heute ein nicht mehr weg zu denkender Versorgungsbaustein. Am 01.01.1988 verselbständigte sich dann der zwischenzeitlich gut ausgebaute Dienst, der nun für Donauwörth, Nördlingen und Dillingen zuständig war. Pünktlich zu Ihrem Jubiläum zum 01.01.2009 wurde der Volldienst Donauwörth und Nördlingen von der Dienststelle Dillingen getrennt. Damit ebnete Kotmel den Weg auch für Dillingen, ein Volldienst mit eigener Leitung und Psychologen zu werden, was für die Versorgung in Dillingen wichtig ist. Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner würdigte in einer internen Feier im Namen auch des Diözesanverbandes der Caritas die hervorragenden Dienste von Dagmar Kotmel, die es geschafft habe, ihr Engagement über die 25 Jahre hinweg mitgenommen zu haben.
Arbeit von ständiger Fort- und Ausbildung geprägt
Die aus der ehemaligen Tschechoslowakei stammende und auch dort studierte Psychologin ließ sich 1987 durch die Universität in München ihr Diplom anerkennen. Dazu musste Sie neben der Vollzeitarbeit ihre Diplomprüfung ablegen, was nicht immer einfach war, so Kotmel. Viele Fortbildungen prägten Ihren Weg, der seinen Höhepunkt mit der erfolgreichen Erlangung der Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin nahm. „Die Arbeit mit psychisch belasteten Menschen ist eine hochprofessionelle, die ohne das richtige Handwerkszeug nicht zu leisten ist“, bestätigt Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner. Dies leistet Dagmar Kotmel vorbildlich zusammen mit ihrem Team.
Schwere Zeiten gut überstanden
Leider war die Arbeit immer auch von Finanzierungsschwierigkeiten bis heute geprägt. Der Kostenträger, der Bezirk Schwaben, übernimmt nur ca. 80 bis 90 % der Kosten, die restlichen muss der Träger aufwenden. 2003 gab es einen massiven Einnahmeeinbruch durch den Ausstieg der Krankenkassen, die vorher den SPDI mit finanziert hatten. „Selbstverständlich handelte es sich um eine freiwillige Leistung, nachzuvollziehen ist der Ausstieg der Krankenkassen nicht“, so Gaertner und Kotmel einstimmig. Leistet doch der SPDi eine stabilisierende Arbeit für Kranken Menschen, wodurch das Krankenversicherungssystem Geld spart und der Mensch gesünder wird. Auch der Bezirk musste damals auf Grund einer schwierigen Haushaltssituation erheblich die Zuschüsse kürzen. Diese Kürzung wurden jedoch im Lauf der Jahr wieder ausgeglichen, wofür wir dem Bezirk sehr dankbar sind. Trotzdem ziehen beide eine positive Bilanz, denn der SPDi konnte ausgebaut werden, zuletzt durch eine halbe Stelle für Nördlingen und den Gerontopsychiatrischen Beratungsdienst mit einer halben Stelle innerhalb des SPDi in Donauwörth (wir berichteten). „Der Kampf“, so Kotmel, „geht weiter, für unsere Klienten und für den bereits 2003 empfohlenen und dann leider nicht umzusetzenden Ausbau.“ Denn“, so steuert Gaertner bei,“ der Bedarf wird sowohl im Erwachsenen-, als auch im Seniorenbereich derzeit nicht gedeckt.“


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