Wetter und Technik bremsen den Segelflug-Bundesligisten aus
Donauwörth: Segelfluggelände Stillberghof | Das hatten sich die Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim wohl etwas anders vorgestellt: In der ersten Runde der Segelflug-Bundesliga am vergangenen Wochenende belegte der Verein lediglich Platz 24 von 30 Teams und ergatterte nur einen Teilnahmepunkt in der Gesamtwertung. Dennoch ist die Bundesliga-Euphorie des Titelverteidigers ungebrochen, sich an den verbleibenden 18 Wochenenden zu beweisen.
In der ersten Bundesliga-Runde waren die Stillberg-Piloten nur eingeschränkt einsatzfähig: Am Samstag mussten die zweisitzigen Leistungssegler am Boden bleiben, da die SFG-eigene Motormaschine nicht zur Verfügung stand und das schwächer motorisierte Ersatz-Schleppflugzeug nur die Einsitzer in die Luft ziehen konnte.
Am Sonntag half eine Schleppmaschine der Augsburger Segelflieger aus, die Doppelsitzer waren jedoch für die Unterstützer des Bundesligisten reserviert, die zu Rundflügen eingeladen wurden: Die Bürgermeister von Donauwörth, Monheim und Marxheim sowie Landrat Stefan Rößle schnupperten beim Flug im Segler mit erfahrenen SFG-Piloten Bundesliga-Luft.
Zu den technischen Nachteilen in der Bundesliga kam noch die Wetterlage: Eine „stabile Hochdrucklage“ verhinderte die Bildung von starker Thermik, so dass die maximalen Flugstrecken der Donauwörther nur knapp über 200 Kilometer lagen. Die Konkurrenz vom alpennahen Segelflugzentrum Königsdorf südlich von München legte teilweise mehr als 700 Kilometer ohne Motorkraft zurück und erzielte den Rundensieg. Die Piloten des letztjährigen SFG-Verfolgers LSV Schwarzwald waren ebenfalls rasant unterwegs und wurden Zweite, gefolgt vom Team vom Flugplatz Geratshof im Allgäu.
Den Piloten der SFG blieb also am vergangenen Wochenende nicht viel mehr üblich, als drei Wertungsflüge einzureichen und zumindest einen Teilnahmepunkt zu verbuchen. Am schnellsten unterwegs war Wolfgang Köckeis, er legte 225 Kilometer zurück und erzielte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 79,6 Stundenkilometern innerhalb des zweieinhalbstündigen Bundesliga-Wertungszeitraumes. Walter Sinn war über 201 Kilometer 73 Stundenkilometer schnell, SFG-Vorstand Stefan Senger erreichte eine Geschwindigkeit von 70,2 Stundenkilometern bei einer Strecke von 195 Kilometern.
Die Ergebnisse der Segelflug-Bundesliga finden sich im Internet unter www.segelflug-liga.de, die Berichte des Bundesligisten unter www.stillberghof.de.


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