Handball HSG: Herren I bleiben im Abstiegskampf am Ball
TSV Neusäss - HSG Donauwörth/Rain 22:30 (13:17)
Die Devise der Donauwörther Handballer vor dem Spiel beim ´Bezirksoberliga-Schlusslicht TSV Neusäß war klar: Zwei Punkte mussten her, um die übrigen abstiegsbedrohten Teams in Zugzwang zu bringen und die eigene Situation im Kampf um den Ligaverbleib zu verbessern. Diese Vorgabe konnte der Tabellenachte durch einen letztlich ungefährdeten 30:22-Sieg erfüllen. Für den TSV Neusäß scheint das Abenteuer Bezirksoberliga dagegen bereits nach einem Jahr beendet.
Urban zieht die Notbremse
So deutlich wie es das Endresultat vermuten lässt, verlief die Begegnung jedoch insbesondere in der ersten Hälfte keineswegs. Die hoch motivierten Gastgeber gaben von Anfang an zu erkennen, dass sie keineswegs gewillt waren, in eigener Halle nur den Punktelieferanten für die HSG-Herren zu spielen und überrumpelten die Gäste regelrecht. Sage und schreibe fünf verworfene Tempogegenstöße sowie zwei vergebene Siebenmeter-Strafwürfe aufseiten der Donauwörther trugen maßgeblich dazu bei, dass es nach fünf Minuten überraschend 3:1 für die Hausherren stand. Coach Lubos Urban zog die Notbremse und stimmte sein Team in einer äußerst früh gewählten Auszeit neu ein. Und seine Worte schienen zu fruchten. Schnell konnten die Donauwörther auch aufgrund der nun verbesserten Chancenverwertung gleichziehen, sich in der 20. Minute ja sogar erstmals mit zwei Toren absetzen. Doch der Wille der wackeren Hausherren war dadurch noch lange nicht gebrochen. Angetrieben von ihrem Spielertrainer und Top-Torschützen Denis Graf, der auch in dieser Partie wieder sieben Treffer markierte, ließen sie die spielerisch und technisch doch überlegenen Donauwörther nicht weiter davonziehen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit sorgten drei schnelle Treffer für eine komfortable Vier-Tore-Führung der HSG (13:17).
Diese gaben die Donauwörther, die nun seit vier Spieltagen ungeschlagen sind, in den zweiten 30 Minuten nicht mehr ab. Doch erst in den letzten Minuten stellte sich bei den Gästen eine spielerische Lockerheit ein, die schnelle Tore aus der Abwehr heraus genauso wie ansehnliche Kombinationen im Positionsspiel zur Folge hatte und den Vorsprung rasant auf acht Tore wachsen ließ.


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