Handball HSG: Einen Punkt redlich verdient
HSG Donauwörth/Rain – TSV Friedberg III 25:25 (12:13)
Dank einer starken kämpferischen Leistung des gesamten Teams verdienten sich Donauwörths Bezirksoberliga-Männer gegen den Favoriten aus der schwäbischen Handball-Hochburg einen im Kampf um den Klassenerhalt wichtigen Punkt. Es wäre sogar ein Sieg möglich gewesen, wenn die Hausherren routinierter mehrere Überzahlsituationen besser genutzt hätten.
Sehr zur Freude des zahlreichen Anhangs spielten beide Teams von Beginn an voll auf und schenkten sich absolut nichts. Die äußerst motivierten Gastgeber waren sofort gut präsent, erspielten sich ein leichtes Übergewicht und markierten ihre ersten Treffer (2:1). Dann kamen aber auch die Gäste besser ins Spiel, nutzten ihre körperlichen Vorteile und übernahmen erstmals die Führung (4:3). Die Nordschwaben ließen sich aber nicht beeindrucken, hielten gekonnt dagegen und schafften – obwohl sie hintereinander gleich zwei Siebenmeter versiebten – nach zwanzig Minuten eine 10:8-Führung. Danach aber folgte eine kurze Schwächeperiode, die den Friedbergern zu leichten Toren und zu einer 13:12-Pausenführung verhalf.
Auch im zweiten Durchgang wurde das sehr intensive Kopf-an-Kopf-Rennen unvermindert fortgesetzt. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzten. Die Gäste profitierten wieder sehr stark von ihrem überragenden Spielmacher Patrick Wolf, der großartig auftrumpfte und allein acht Treffer beisteuerte. Die Partie blieb umkämpft, wurde zusehends härter. Hier taten sich vor allem die TSV-ler hervor, die kräftig zulangten und dafür neun Zeitstrafen kassierten (HSG: 4). Eine routiniertere Mannschaft hätte daraus erheblich mehr Kapital geschlagen als die Donauwörther, denen in diesen Situationen einfach die richtigen Antworten fehlten. So kam es, dass sich die Gäste immer wieder befreien konnten. Fünf Minuten vor dem Ende bogen sie sogar auf die Siegerstraße ein, als ihnen mit drei Toren in Folge eine 23:21-Führung gelang. Trainer Lubos Urban reagierte, nahm eine Auszeit und stimmte seine Mannschaft neu ein. Er hatte Erfolg. Sein Team warf noch einmal alles in die Waagschale und schaffte den Gleichstand. Die Anspannung während der letzten Minuten war enorm. Wieder legte Friedberg vor und wieder glichen die Donauwörther aus bis es am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden gab.
Für die HSG spielten:
Richard Fischer und Werner Richter (im Tor), Daniel Kassner (2), Claus Pauler (3), Tobias Marx (5/1), Sebastian Triebel (1), Andreas Biehle (4), Ulrich Preßler (4/1), Gottfried Hornung, Thomas Riesner, Anton Espach (2/1), Paul Zgudziak (1) und Ansgar Loitzsch (3)


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