Handball Donauwörth: Saisonrückblick 2010/2011
Nach dreizehn Jahren als HSG mit dem TSV Rain hatte die erste Hallenrunde, die die Kreisstadt-Handballer wieder als VSCler bestritten, mit dem Abstieg ihrer 1. Männermannschaft ihren absoluten Tiefpunkt. Trotzdem wollen die Donauwörther die Köpfe nicht hängen lassen und mit Augenmaß den Umbruch wagen, zumal der Rückblick auf das vergangene Sportjahr auch sehr positive Aspekte enthält. Hier sind neben den hohen Qualitätsansprüchen insbesondere bei der weiblichen Jugend auch die erheblichen Fortschritte im Kinderbereich zu nennen, die große Hoffnungen wecken.
Personalprobleme fordern ihren Tribut
Was sich bereits im Vorjahr angedeutet hatte, als Donauwörths BOL-Männer erst mit dem letzten Spiel den Klassenerhalt schafften, war dieses Mal nicht mehr zu vermeiden – der Abstieg aus der höchsten schwäbischen Liga. Nach dem studiumsbedingten Abgang von Leistungsträgern war die Personalsituation von Anfang an sehr angespannt. Als im Verlauf der Runde noch einige Verletzungen hinzukamen, konnte das Team von Trainer Lubos Urban den hohen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden und musste sich aus der Liga verabschieden.
Ähnliche Personalsorgen hatte – nach dem altersbedingten Ausscheiden mehrerer Spielerinnen – auch das Damenteam. Die Mannschaft von Trainer Frank Stadler konnte aber dann doch die entscheidenden Punkte ergattern und die Runde mit einem sechsten Rang in der Abschlusstabelle abschließen.
Ihre beste Saison seit langer Zeit absolvierte die Männer-Reserve um Manuel Grießmeier, Roland Kratzer und Jürgen Häckel. Die Mannschaft, die in den Jahren zuvor stets auf den hinteren Tabellenplätzen anzutreffen war, wuchs in dieser Runde über sich hinaus und spielte lange Zeit ganz vorne mit. Zuletzt aber hatte sie sich mit Platz vier abzufinden, weil sie zunehmend Leistungsträger für die „Erste“ abzustellen hatte.
Leistungsstarke Mädchenteams
Unbestrittenes Aushängeschild der VSC-Handballer war die Mannschaft der weiblichen B-Jugend, die sich problemlos für die Landesliga qualifizieren konnte. Die im Schnitt um ein Jahr jüngeren Donauwörtherinnen absolvierten eine bravouröse Runde, die sie mit einem guten sechsten Tabellenplatz abschlossen. Die leistungsorientierte Truppe erntete dabei die Früchte der hervorragenden Trainingsarbeit der bayerischen Auswahltrainerin Maria Dushkova, die das Team zusammen mit Kirsten Neuhaus betreut.
Jeweils sechste Plätze schafften die C-Mädchen in der BOL und die B-Junioren in der Bezirksliga. Ein grandioser Endspurt brachte Donauwörths D-Junioren schließlich noch einen guten vierten Tabellenplatz ein.
Drei VSC-Mädchen in bayrischen und schwäbischen Auswahlteams
Die hohen Qualitätsansprüche der VSC-Nachwuchsarbeit kamen auch durch drei Auswahlspielerinnen zum Ausdruck. An erster Stelle ist hier Chiara Weigl zu nennen, die sich durch ihre konstante Leistungssteigerung bis in das bayrische Auswahlteam der weiblichen Jugend (Jg. 1995) hocharbeitete. Aus der Donauwörther C-Jugend haben schließlich noch Lena Kretzschmar und Luisa Geis den Sprung in das Auswahlteam des Bezirks Schwaben geschafft.
Begeisterung bei den Ballspaß-Kids
Mit großem Elan sind auch die Jüngsten der Donauwörther Handballer bei der Sache – die „VSC-Ballspaß-Kids“. Sie haben unter den Trainerinnen Karin Schmidtkunz, Nicole Wermuth, Cornelia Kotter und Maria Dushkova enorme Fortschritte gemacht. Hier können inzwischen neben rein spielerischen Trainingsinhalten zunehmend handballerische Schwerpunkte zum Tragen kommen, die der jungen Truppe bereits erste Erfolge bei einigen Spieltagen bescherten.
Nicole Wermuth an der Spitze der größten VSC-Sparte
Die mit ca. 230 Mitgliedern größte VSC-Sparte wird von Abteilungsleiterin Nicole Wermuth geführt. Ihr stehen im rein sportlichen Bereich Sportwartin Silvia Müller, Jugendleiterin Kirsten Neuhaus, zwölf lizenzierte Übungsleiter und unter Führung von Schiedsrichterwart Rudi Koukol fünf Schiedsrichter zur Verfügung.
www.handball-donauwoerth.de




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