Handball Donauwörth: Eklatante Abwehrschwäche

TSV Göggingen – VSC Donauwörth 37:29 (19:15)

Der Versuch der Donauwörther BOL-Männer, durch einen Punktgewinn in Göggingen den Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld herzustellen, ist nach der deutlichen 37:29-Abfuhr kläglich gescheitert. Ausschlaggebend für die deutliche Niederlage war die desolate, völlig überforderte VSC-Abwehr, die die TSV-Angreifer förmlich zum Toreschießen einlud.

Dabei war der Start der Gäste durchaus sehenswert. Sie lieferten den Hausherren zunächst eine beherzte Partie auf Augenhöhe und lagen nach fünf Minuten knapp mit 3:2 in Front. Auf einen Zwischenspurt, der dem TSV nach einer Viertelstunde eine 9:6-Führung eingebracht hatte, fanden sie auch die richtigen Antworten, die ihnen innerhalb kürzester Zeit den 13:13-Ausgleich bescherte. Danach aber schlichen sich doch immer mehr Fehler ein. Im Angriff wurden überhastet beste Chancen vergeben und die Abwehr ließ allzu leichte Treffer zu. Göggingen ließ sich nicht zweimal bitten, markierte vier Tore in Folge und ging mit einer 19:15-Führung in die Pause.

Abwehr ohne Biss

Obwohl sie unmittelbar nach Wiederbeginn gleich einen Siebenmeter vergeigten, rappelten sich die Gäste wieder auf und erzielten nach gekonnten Angriffsaktionen vier Treffer in Folge (21:19). Nachdem nun auch die Gastgeber Nerven zeigten, schien das Spiel zu kippen. Dazu kam es aber nicht, weil die VSC-Angreifer mehrfach vergaben und weil vor allem die Abwehr mit zunehmender Spieldauer immer löchriger wurde. Dies nützte insbesondere Göggingens junger Flügelflitzer David Schafbuch, der seine Gegenüber ein ums andere Mal narrte und letztlich mit elf Treffern die Partie fast im Alleingang entschied. Die VSC-Abwehr wurde kopfloser, fand überhaupt kein Mittel mehr gegen die immer überlegener auftrumpfenden Hausherren. So kassierten die Gäste Treffer um Treffer bis sie beim Stande von 37:29 vom Schlusspfiff erlöst wurden.

Der völlig konsternierte Trainer Lubos Urban fand nach dem Spiel keine Worte. Er weiß, dass in nächster Zeit viel Überzeugungsarbeit auf ihn zukommt.

Für Donauwörth spielten:
Richard Fischer und Werner Richter (im Tor), Andreas Biehle (3), Rico Braun (3), Anton Espach (4/1), Edwin Ewinger (2), Tobias Fieger (1), Gottfried Hornung, Ansgar Loitzsch (7), Tobias Marx (4), Claus Pauler und Sebastian Triebel (5/3)


www.handball-donauwoerth.de

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