Tornado hinterlässt Schneise der Verwüstung - Katastrophenschutz in Donau-Ries profitiert von Erfahrungen der Einsatzkräfte

(Foto: Landratsamt Aichach-Friedberg)
In Affing, nur 30 Kilometer von der Grenze unseres Landkreises entfernt, sorgte ein Tornado binnen weniger Sekunden für Bilder wie aus einem Kriegsgebiet.

Kaum ein Monat ist seit dem verheerenden Vorfall im Nachbarlandkreis nun vergangen. Zahlreiche Familien stehen aufgrund fehlender Versicherungen vor einem Scherbenhaufen und in Aichach-Friedberg geht man von einem noch lange andauernden Kampf mit den Folgen dieser Naturgewalt aus.

Sieben Verletzte und fast 200 beschädigte Gebäude zählt die Bilanz und betrachtet man die unmittelbar nach der Katastrophe angefertigten Aufnahmen, grenzt es an ein Wunder, dass nicht noch schlimmere Folgen zu beklagen waren.

Die zuständige Katastrophenschutzbehörde des Landratsamtes Aichach-Friedberg unter der Leitung von Landrat Dr. Klaus Metzger war schnell vor Ort und übernahm die Koordination der zahlreichen Einsatzkräfte.

In einem derartigen Schadensfall müssen alle Handgriffe sitzen. Zur zentralen Koordination, der Unterstützung der betroffenen Landkreisgebiete und Bürger, sowie der schnellen Information der Medien, nimmt in einer solchen Situation binnen weniger Minuten die Katastrophenschutzbehörde ihre Arbeit auf.

Mit Übungen, Schulungen und der ständigen Verbesserung bestehender Abläufe soll ein schnelles und möglichst sinnvolles Eingreifen im Ernstfall garantiert werden. „Doch ein Ernstfall ist keine Übung“, erklärt Simon Srownal, der Zuständige im Landratsamt Donau-Ries.

Ein Ernstfall ist keine Übung

Ein Unfall mit Gefahrgütern, der Einsturz einer Turnhalle, ein entgleisender Zug, ein schweres Hochwasser - oder eben wie vor wenigen Wochen ein starker Sturm oder gar ein Tornado: „Um die Folgen einer solchen Katastrophe möglichst gering zu halten ist eine perfekte Vorbereitung unabdingbar“, betonte Landrat Stefan Rößle.

Um aus erster Hand von den Erfahrungen im Nachbarlandkreis profitieren zu können, folgte Markus Pettinger am 08. Juni der Einladung der hiesigen Katastrophenschutzbehörde in das Landratsamt Donau-Ries: „Und wir freuen uns an den persönlichen Erfahrungen der Zuständigen aus unserem Nachbarlandkreis profitieren zu können“, beteuerte Landrat Stefan Rößle, welcher auch selbst an der Veranstaltung teilnahm.

Bilder von der Unglücksstelle brachten dabei die verheerende Zerstörungskraft der Windhose zum Ausdruck, welche auch den Landkreis Donau-Ries hätte treffen können.

Auch der Stellvertretende Landrat Reinhold Bittner erweiterte seine Kenntnisse im Katastrophenschutz: „Mit den nützlichen Tipps aus dieser Extremsituation versorgt, fühlen wir uns im Landkreis nun noch besser für den Ernstfall gerüstet.“
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