Suchtproblematik bei Jugendlichen vorbeugen: Elternabend am Theodor-Heuss-Gymnasium in Nördlingen

Informierten zum Thema „Lebenskompetenzen für Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit Suchtmitteln“: v.l. Tina Grosser, Stefan Graßl, Erika Wiedemann
Kürzlich fand am Theodor-Heuss-Gymnasium in Nördlingen ein Elternabend mit dem Thema „Lebenskompetenzen für Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit Suchtmitteln“ statt. Dazu hatten Schulleiter OStD Robert Böse und StDin Erika Wiedemann, die Beauftragte für Suchtprävention, die Eltern der Schüler der achten Jahrgangsstufe eingeladen.

Als Referenten konnten Tina Grosser, Polizeihauptmeisterin und Präventionsbeamtin der Polizeiinspektion Nördlingen sowie Stefan Graßl, Diplom-Sozialpädagoge und Präventionsfachkraft am Landratsamt Donau-Ries, gewonnen werden.

Grosser und Graßl kombinierten in ihrem Vortrag Sachinformationen mit verschiedenen Methoden aus der Suchtprävention. Dabei wurde auf Themen wie die Entwicklung von Jugendlichen, Suchtentstehung sowie Kennzeichen einer Suchtproblematik eingegangen. Wichtig ist es, dass Eltern auf mögliche Signale eines problematischen Konsumverhaltens bei ihren Kindern aufmerksam werden und Veränderungen wahrnehmen.

„Eltern machen sich meist Gedanken bezüglich illegaler Drogen, Alkohol oder Zigaretten. Dabei ist zum Beispiel die Zahl der jugendlichen Raucher stark zurückgegangen. Die meisten Jugendlichen kommen dagegen relativ unbedarft mit Neue Medien wie Smartphone, Internet oder Computerspielen in Berührung. Diese bergen jedoch ebenfalls hohes Suchtpotential“, so Graßl.

Grosser nahm zu rechtlichen Fragen Stellung und beschrieb die aktuelle Situation mit Rauschmitteln im Dienstbereich der Polizeiinspektion Nördlingen. „Alkoholfahrten bei Fahranfängern sind mittlerweile sehr selten. Die Jugendlichen halten sich sehr stark an die 0,0 Promille - Grenze. Ein Großteil dieser Jugendlichen übernimmt dieses Verhalten auch nach der Probezeit.“, so Grosser.

Um einer möglichen Suchtproblematik bei Jugendlichen vorzubeugen erklärte Graßl, welche Lebenskompetenzen Eltern ihren Kindern vermitteln sollen. Dies ist nicht immer leicht und erfordert ein sehr hohes Maß an Verantwortung und Erziehungsarbeit. Graßl wies die Eltern auf Hilfsangebote, wie z. B. verschiedene Beratungsstellen im Landkreis Donau-Ries, hin und erläuterte die zahlreich mitgebrachten Flyer und Infobroschüren. Anschließend gab es für die Eltern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und miteinander zu diskutieren.

Zum Abschluss hatten die Eltern auch noch die Gelegenheit die mitgebrachten „Rauschbrillen“ selbst zu testen. So konnten sie einen direkten Einblick in die Präventionsarbeit mit den Schülern bekommen. Diese Brillen, auch „Drunk-Busters“ genannt, simulieren einen Rauschzustand von 0,8 bzw. 1,3 Promille. Mehrere Eltern durchliefen mit den Brillen einen Parcours, in dem verschiedene Hindernisse bewältigt werden mussten. Die Rauschbrillen fanden großen Anklang und es war für viele Eltern interessant zu sehen, welche Auswirkungen Alkoholkonsum auf die Wahrnehmung haben kann.
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