Start in die Motorradsaison mit den Johannitern - Vorführungen der wichtigsten Erste-Hilfe-Tipps beim „Biker’s Day“ am 20. und 21. März im BIKER STABL
Sobald Sonnenschein und Wärme beginnen, werden viele Motorradfahrer wieder für Ausflüge in die nähere Umgebung starten. Motorradfahrer können mit einigen einfachen Regeln die Sicherheit auf den Straßen erhöhen und damit auch ihre eigene Gesundheit erhalten. Typische Verletzungen von Motorradfahrern sind Knochenbrüche, schwere Hautschürfungen oder Verletzungen an der Wirbelsäule, die zu Lähmungen führen können.
„Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, seine Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen“, sagt Joachim Keil, Erste-Hilfe-Experte der Johanniter in Schwaben. Doch nicht nur Motorradfahrer selbst stehen in der Verantwortung, sondern auch die Autofahrer: „Über die Hälfte aller Motorradunfälle werden von Autofahrern verursacht. Deswegen gilt eine besondere Verantwortung auch für sie“, so Joachim Keil. Der Schulterblick kann vielen Motorradfahrern große Schmerzen ersparen. Besonders im Stadtverkehr schauen Autofahrer bei einem Spurwechsel oft nicht nach, ob im toten Winkel neben dem Auto ein Motorrad fährt. „Auch hilft es uns Motorradfahrern, wenn Autofahrer vor dem Abbiegen rechtzeitig blinken und nicht erst beim Ausscheren anzeigen, wohin sie fahren“, weiß Joachim Keil, der selbst gerne mit dem Motorrad unterwegs ist. „Auf kurvigen Straßen müssen Autofahrer wie Motorradfahrer unbedingt auf ihrer Spur bleiben!“
Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Motorradunfall kommen, muss ein Ersthelfer zunächst die Unfallstelle absichern. Dann ist es zwingend nötig, dass er dem Motorradfahrer den Helm abnimmt – auch wenn am Helm ein Hinweis steht, dass er nur von einem Notarzt zu öffnen sei. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Verletzte nicht an Erbrochenem oder seinem eigenen Blut erstickt. Das gilt insbesondere dann, wenn der Betroffene bewusstlos ist. Der Helfer greift in den geöffneten Helm, spreizt ihn seitlich und zieht ihn vorsichtig über Nase und Ohren vom Kopf ab. Ist eine weitere Person am Unfallort, sollte sie assistieren, indem sie Hals und Kopf waagerecht festhält. Anschließend sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, auch wenn er an der Wirbelsäule verletzt sein könnte. Jetzt wird der Rettungsdienst über die 112 gerufen. Wer auf diese Weise eingreift, rettet möglicherweise nicht nur Leben, sondern unternimmt auch alles, was das Gesetz von Zeugen eines Unfalls verlangt.
Wie funktioniert die Helmabnahme? Die Johanniter zeigen’s beim „Biker’s Day“!
Um die Motorradfahrer aus der Region wieder fit in Erster Hilfe zu machen, zeigen die Johanniter wichtige Elemente aus ihren Erste-Hilfe-Kursen beim „Biker’s Day“ am 20. und 21. März im BIKER STABLE in Deiningen. Jede Stunde gibt es Vorführungen, die Antwort auf die häufig gestellten Fragen liefern:
• Was muss ich tun, wenn ich an einen Unfall komme? Wie sichere ich die Unfallstelle ab?
• Wie funktioniert die Helmabnahme richtig und vor allem einfach?
• Die neue stabile Seitenlage - noch einfacher Leben retten!
• Was tun bei Knochenbrüchen?
• Wie kann ich als Ersthelfer blutende Verletzungen versorgen? Wie lege ich einen Druckverband an?
„Selbstverständlich ersetzt die Vorführung nicht einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs“, betont Joachim Keil. Am besten probiert man die Übungen in den Kursen der Johanniter selbst aus. Daher laden die Johanniter alle Motorradfahrer und andere Verkehrsteilnehmer dazu ein, ihr Wissen in einem Kurs auf den aktuellen Stand zu bringen. Alle zwei Jahre sollte man die lebensrettenden Maßnahmen wiederholen, um im Notfall kompetent helfen zu können.
Mehr Informationen zum Kursprogramm der Johanniter gibt es im Internet auf www.johanniter-nordschwaben.de oder unter der Rufnummer 0700 JOHANNITER (0700 5642664837) bei den Erste-Hilfe-Spezialisten der Johanniter-Unfall-Hilfe.






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