Jugendarbeit

Hauptamtliche Mitarbeiter aus der Jugendarbeit informieren sich über Zukunftsthemen der Jugendarbeit

Bei einem Treffen der hauptberuflichen Mitarbeiter aus der Jugendarbeit im Jugendzentrum in Oettingen drehte sich alles rund um das Thema „Jugendarbeit in der Herausforderung 201X“. Für diese Veranstaltung konnte die Kommunale Jugendarbeit beim Landratsamt Donau-Ries Winfried Pletzer vom Bayerischen Jugendring als Referenten gewinnen, der die Problembereiche und Potentiale für die Zukunft der Jugendarbeit darstellte.
Eine besondere Herausforderung stellt sich der Jugendarbeit durch den demografischen Wandel und dem damit verbundenen Rückgang der Kinder und Jugendlichen im Landkreis. Pletzer warnt hier vor dem Trugschluss einer sogenannten „Demografie-Rendite“: „Der demografische Wandel und der damit verbundene Rückgang in der Zahl der jungen Menschen erfordert nicht weniger, sondern mehr Engagement und mehr Investitionen in Kinder, Jugendliche und Familien.“ Die Kommunen sind demnach nur zukunftsfähig, wenn sie dieses Thema ernst nehmen und geeignete Maßnahmen einleiten. „Eine gelingende Jugendbeteiligung und Jugendpolitik wird dabei zur Schlüsselfrage für die Zukunft der regionalen Entwicklung“, so der Referent für kommunale Jugendarbeit. Denn nur junge Menschen die sich in ihrer Heimatgemeinde eingebunden und beteiligt fühlen, entscheiden sich letztlich dort zu bleiben oder beispielsweise nach einem Studium wieder dorthin zurückzukehren.
Da die Jugendarbeit in den Bereichen Beteiligung, Gemeinschaft, Integration und Bildung große Bedeutung hat, ist sie ein Standortfaktor für Gemeinden und Wirtschaft. „Hier handelt es sich aber um kein „Bitte - Bitte“ Thema“, betont Pletzer.
Auch die Veränderung des Bildungssystems, die Integration von Zugewanderten und vielfältige gesellschaftliche Veränderungen stellen die Jugendarbeit vor neue Probleme. Um angesichts dieser Herausforderungen weiter bestehen zu können, müssen sich Verbände, Vereine, Einrichtungen der Jugendarbeit sowie Schulen öffnen und neue Konzepte entwickeln.
Am Ende des Treffens sind sich die Hauptberuflichen einig: Zum Umgang mit diesen Themen gibt es kein Patentrezept, man muss sich dauerhaft damit auseinandersetzen. Daher werden die Themen bei den kommenden Netzwerktreffen der Hauptberuflichen einzeln aufgegriffen und intensiver behandelt.
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