Haushalt des Schulverbandes einstimmig verabschiedet: IT-Ausstattung wird verbessert – Hohes Lob für scheidenden Rektor

Am 15. März traf sich die Schulverbandsversammlung unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Oberbürgermeister Armin Neudert, zu ihrer jährlichen Sitzung im Lehrerzimmer der Ludwig-Auer-Mittelschule. Die Tagesordnung umfasste neben dem Bericht des Prüfungsausschusses als wichtigsten Punkt die Beschlussfassung des Etats 2016.

Josef Reichensberger hielt dabei für den Rechnungsprüfungsausschuss fest, dass im Rahmen der Rechnungsprüfung keine Sachverhalte festgestellt werden konnten, die den Grundsätzen der Effizienz im Hinblick auf die Aufgabenstellung des Schulverbandes als Sachaufwandssäule des Bildungswesens (Grundsatz von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit) widersprechen. Die Verwaltungsgeschäftsvorfälle sind - soweit geprüft wurde – sachlich und rechnerisch richtig, vollständig, klar und nachprüfbar, chronologisch sowie zeitnah erfasst bzw. verbucht worden. Das Belegprinzip wurde eingehalten. Für den Prüfungsausschuss dankte Reichensberger der Geschäftsleitung des Schulverbandes, Günther Gierak, sowie dem Rektor der Ludwig-Auer-Mittelschule, Werner Freißler, für die sparsame Bewirtschaftung des Budgets des Schulverbandes.

Der Vorsitzende dankte dem Rechnungsprüfungsausschuss in der Besetzung Josef Reichensberger, Günter Schwendner und Manfred Wegele für die durchgeführte Prüfung.

Die Schulverbandsversammlung beschloss anschließend einstimmig die vorläufige Feststellung und Ergebnisverwendung der Schlussbilanz des Haushaltsjahres 2015 mit einer Gesamtsumme von 2.951.416,23 €.

Haushalt verabschiedet

Das Gesamtvolumen des Etats beläuft sich 2016 im Ergebnishaushalt auf 737.600 € und im Finanzhaushalt aus laufender Tätigkeit auf 590.300 €. An Investitionen sind für 2016 insgesamt 67.200 € eingeplant, die über eine Investitionsumlage in Höhe von 180 € je Verbandsschüler finanziert werden. Geplant ist hier u.a. die Verbesserung der IT-Ausstattung der Klassenzimmer mit Dokumentenkameras, Beamer dgl.

Günther Gierak erläuterte den Schulverbandsräten alle Positionen des Haushaltes und erklärte sämtliche Einnahmen und Ausgaben des Etats. Die Finanzierung des Etats erfolgt größtenteils durch die Sachaufwandsumlage (361.400 €), die auf der Basis der Verbandsschüler zum Stand 1.10. des Schuljahres erhoben wird und die 2016 je Schüler 970 € beträgt. Dies be¬deutet für die beiden am Schulverband beteiligten Kommunen Donauwörth (300 Schüler) einen Beitrag von 291.000 € und für Tapfheim (73 Schüler) 70.800 €.

Die Zustimmung zum Haushalt erfolgte einstimmig. OB Neudert bedankte sich für die sehr gute Vorarbeit seitens der Verwaltung und die stets gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung.

Bericht des Rektors


Auf Bitte des Schulverbandsvorsitzenden OB Armin Neudert berichtete Rektor Werner Freißler der Schulverbandsversammlung über aktuelle Themen der Schule.

Die Schule, so Freißler, habe aktuell 437 Schüler, die in 21 Klassen, darunter 7 M-Klassen sowie eine Kooperationsklasse, beschult werden. Ansteigend ist auch die Zahl der Rückführer aus den Realschulen. Im laufenden Schuljahr wurden bereits 8 Schüler aus weiterführenden Schulen aufgenommen. Auch bestehe nach wie vor ein großes Interesse am M-Zweig der Ludwig-Auer-Mittelschule, da diese mit Technik, Wirtschaft und Sozial drei Schulzweige anbieten kann, aus denen sich die Schüler nach der 7. Klasse auswählen können. Nach Ansicht des Rektors ist es jedem Schüler mit entsprechendem Fleiß und Willen möglich, auf jeden Fall den Qualifizierten Abschluss bzw. die Mittlere Reife über den M-Zweig erfolgreich abzulegen. Für das kommende Schuljahr werden vermutlich ca. zehn Schüler eine Schulpflichtverlängerung erhalten. Positiv bemerken konnte Freißler auch, dass die Schule derzeit keine langzeiterkrankten Lehrkräfte kompensieren muss. Stolz sei man auch auf die Prüfungsergebnisse der Schüler, die bayernweit größtenteils über dem Schnitt liegen. Da die Ludwig-Auer-Mittelschule eine der wenige Schulen ist, an der auch Externe die Prüfung zum QA ablegen können. Allein im laufenden Schuljahr werden es insgesamt 110 Schüler sein. Zu den eigenen kommen hier noch ca. 30 aus weiterführenden Schulen bzw. aus VHS-Kursen.

Derzeit ist die erneute Evaluation der Schule im Gange, die im April seinen Abschluss finden wird. Die Planungen dafür sind seitens der Schulleitung bereits abgeschlossen.

Vandalismus ist an der Schule nach wie vor kein Thema. Das Haus ist in einem sehr guten Zustand, was sicherlich mit ein Verdienst der Hausmeister, Lehrer, aber auch der Schüler ist. Schmierereien sind zum Glück kaum vorhanden. Äußerst wichtig ist auch die an der Schule sehr gut eingeführte Jugendsozialarbeit unter der Leitung der Jugendsozialarbeiterin Christine Teiwes-Braun, die mit großem Engagement ihre Erfahrung einbringt. Zudem organisiert sie den Ablauf der Offenen Ganztagsschule, die seit acht Jahren angeboten wird. Hier können sich die Eltern für eine Betreuung ihrer Kinder zwischen zwei und vier Tagen in der Woche entscheiden, um sie in ihrem Erziehungsauftrag zu unterstützen. Besondere Angebote der Schule sind u.a. die vertiefte Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Arge und dem Kolping Bildungszentrum. Hier profitieren die Schüler der siebten Klassen von den angebotenen Kursen u.a. in der Holzverarbeitung und im Bereich Ernährung. Die Schule bietet auch Kurse für Asylbewerber und EU-Migranten an. Bestens bewährt haben sich für die Schule die drei PC-Räume, die stets belegt sind und für die Schüler heute unverzichtbar sind. Dank sagte der Rektor auch dem Elternbeirat, der sich immer wieder finanziell an Projekten der Schule beteiligt.

2016 plane man die Verbesserung der medialen Ausstattung, für die dankenswerterweise im Haushalt entsprechende Mittel eingeplant sind. Stolz sei man auch auf die Einnahmen (ca. 3.200 €) aus der Sponsorentafel im Eingangsbereich. Damit könne man u.a. Gemeinschaftsaktionen der Schüler wie z.B. Skikurs finanziell unterstützen. Freißler dankte der Schulverbandsversammlung auch für die zusätzlichen Mittel zur Verbesserung des PCB-Saales. Der Rektor bat, auch die bekannten Sanierungen (u.a. Teppichböden, Jalousien, neues Lehrerzimmer, Erneuerung Alarmanlage dgl.) weiter fortzuführen. Leider sei auch die Parkplatzsituation dringend verbesserungsbedürftig, allerdings resultierten die Probleme hauptsächlich durch unvernünftige Eltern.

Großes Lob zollte Rektor Freißler seinen beiden Hausmeistern Wolfgang Habermann und Tobias Liedtke, die das Schulhaus wie das Außengelände wie ihr eigenes betrachten und entsprechend hegen und pflegen.

Angesprochen auf den gemeinsamen Schulverbund mit dem Schulverband Asbach-Bäumenheim darf die Entscheidung ais dem Jahre 2010 nach wie vor als Glücksgriff für beide bezeichnet werden, denn beide Schulverbände, hier vor allem die Schüler, profitieren von dieser Zusammenarbeit. Betreffend des Schulverbundes bat der Rektor heute schon um politische Unterstützung, wenn es eventuell einmal Probleme bei der Klassenbildung geben könnte.

Die seit acht Jahren eingerichtete offene Ganztagsschule (OGTS) hat sich an der Ludwig-Auer-Mittelschule bestens etabliert. Im laufenden Schuljahr konnten erstmals drei Gruppen eingerichtet werden. Vorteil für die Eltern ist dabei, dass sie die Betreuung ihrer Kinder sehr flexibel buchen können. Im laufenden Schuljahr wurde u.a. der Essensanbieter gewechselt. Bislang kam das tägliche Mittagessen vom BRK. Nun wird es von der Stiftung Schweinspoint geliefert. Dies hat allerdings zur Folge, dass die Reinigung des Geschirrs durch den Träger der Schule zur erfolgen hat.

Ziel der Schulleitung in allen Bereichen ist aber eine sukzessive Verbesserung mit dem Schwerpunkt Qualität vor Schnelligkeit. Die Voraussetzungen dafür wurden an der Schule in den letzten Jahren stetig verbessert. Er erinnerte hier nur an den Bau der Mensa, der Möglichkeit zur Nutzung der Kletterhalle sowie die Verbesserungen auf dem Pausenhof. Alles unter dem Motto: Kopf und Körper – Lernen und Bewegung.

Aktuell finden an der Schule die Abschlussprüfungen (Projektprüfung) statt. Ein weiteres Thema sind ferner bereits die Klassenbildung für das kommende Schuljahr 2016/2017 mit den entsprechenden Fachplanungen.

Insgesamt stellten die Mitglieder der Schulverbandsversammlung auch in ihren Wortmeldungen klar fest, dass die Ludwig-Auer-Mittelschule, und darüber waren sich alle einig, als Schule einen hervorragenden Ruf habe.

Zum Abschluss dankte Rektor Freißler den beiden Vorsitzenden sowie den Mitgliedern der Schulverbandsversammlung für die materielle und ideelle Unterstützung. Dank sagte er aber auch seiner Konrektorin, die ihre Funktion mit großem Engagement ausfülle, sowie Günther Gierak in der Schulverbandsverwaltung. Abschließend gab Freißler bekannt, dass er sich ab dem 1. August 2016 in den Ruhestand verabschiede. Er freue sich in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Regierung von Schwaben seine bisherige Stellvertreterin Heike Ritzka zu seiner Nachfolgerin berufen hat. Was die Nachbesetzung ihrer Stelle betreffe, laufe gerade die Ausschreibung.

Der Schulverbandsvorsitzende gab den Dank gerne zurück und bat, dies auch an das Lehrerkollegium weiterzugeben. Die Schule werde in Donauwörth sehr geschätzt, und dies sei ein Verdienst der gesamten Schulfamilie.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.