Familienbewusst führen gewinnt

Referentin Ricarda Bayer (links): „Wie steht es um Ihre eigene Vereinbarkeit?“ (Foto: Katheder-Göllner)
 
Viele zufriedene Gesichter wenn es um die eigene Vereinbarkeit geht (Foto: Katheder-Göllner)
Familienbewusste Führung ist eine Herausforderung # Lokales Bündnis für Familie lud Unternehmen zu Austausch und Information

Führungskräfte und Personalverantwortliche trafen sich beim Informationsworkshop „Familienbewusst führen“, der vor kurzem in den Räumen der VHS Donauwörth stattfand. Eingeladen hatten das Lokale Bündnis für Familie und der Landkreis Donau-Ries. „Immer mehr Unternehmen in unserer Region zeigen, dass Ihnen eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Beschäftigten wichtig ist“, freute sich Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner über eine gut besuchte Veranstaltung. Denn zusammen mit Landrat Stefan Rößle sei er sich einig: „Eine familienbewusste Führungskultur ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen. Wenn es Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie erfolgreich zu unterstützen, können sie bei ihren Beschäftigten punkten und dem immer stärker werdenden Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Gleich zu Beginn des Workshops zeigte sich, dass es im Landkreis Donau-Ries durchaus gelingen kann, Beruf und Familie gut zu vereinbaren. „Wie zufrieden sind Sie eigentlich selbst mit Ihrer Balance von Arbeit und Privatleben?“ konfrontierte die Referentin Ricarda Bayer die Teilnehmer zum Auftakt mit der Realität in ihrem eigenen Unternehmen. Die Antworten fielen – erfreulich - fast durchwegs positiv aus. Zu den wichtigsten Schlüsseln für ihre zufriedenstellende Situation wurden gezählt „die Flexibilität von Arbeitnehmern und Arbeitgebern“ und der „individuelle Gestaltungsspielraum bei der Erledigung der Aufgaben“. Ricarda Bayer bestätigte diese Einschätzungen. Der Weg ginge zunehmend weg von einer Präsenzkultur; stattdessen setze ein Umdenkungsprozess ein: Nicht die Anwesenheitsstunden am Arbeitsplatz sei der Maßstab für Leistung, sondern die erledigte Arbeit und das Ergebnis müsse stimmen, unabhängig davon, wann und wo es erbracht wurde.

Dass dies nicht immer und überall möglich ist, das wusste natürlich auch Sabine Stölzle. Sie verantwortet bei der Kreissparkasse Augsburg u.a. das Referat Beruf und Familie. „Kunden erwarten nun mal Menschen“, brachte sie das Dilemma kurz und knapp auf den Punkt. Trotzdem setze die Kreissparkasse – dort wo es möglich ist - auch auf Heimarbeit, nicht zuletzt um ihre gut ausgebildeten Fachkräfte ans Unternehmen zu binden. Vom Kinderbetreuungszuschuss bis zum Führungskräftetraining reichen die vielfältigen Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit bei der Kreissparkasse Augsburg. „Packen Sie es an, es lohnt sich“, schloss Sabine Stölzle ihren Bericht aus der Praxis, der auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß.
Mit einer bunten Palette von Anregungen und Tipps rundete dann Ricarda Bayer den Nachmittag ab. Sie ist u.a. Trainerin des IHK-Bildungshaus Schwaben, mit dem zusammen der Workshop organisiert wurde. „Es liegt in ihrer Verantwortung etwas zu ändern“, appellierte sie an die anwesenden Führungskräfte und Personalverantwortlichen. „Verpflichten sie sich jetzt etwas zu tun – machen sie einen Vertrag mit sich selbst!“

„Ja wenn das immer so einfach wäre …“, mag sich der ein oder die andere da in Gedanken an den nächsten Arbeitstag insgeheim gedacht haben. Damit gute Vorsätze nicht sofort im Alltag untergehen überreichte Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner allen Teilnehmern noch eine Motivationskarte. Er versprach, das Bündnis für Familie und der Landkreis Donau-Ries werden weiterhin am Ball bleiben und die Unternehmen in der Region unterstützen.
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