Erste Ergebnisse der Zukunftswerkstatt „Gesundheitsversorgung“

Sind mit den ersten Ergebnissen der Arbeitsgruppentreffen sehr zufrieden (von links): Norbert Lambertz vom gKU, Landrat Stefan Rößle und Konversionsmanager Stefan Wieschebrock. (Foto: LRA)
In den ersten Arbeitsgruppentreffen der Zukunftswerkstatt wurden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung besprochen. Diese sollen die Qualität der Gesundheitsversorgung im Landkreis verbessern. Unter anderem wird eine Checkliste zum Patientenübergang erstellt.

Mit den ersten drei Arbeitsgruppentreffen wurde die von Landrat Stefan Rößle initiierte Zukunftswerkstatt „Gesundheitsversorgung im Landkreis Donau-Ries“ erfolgreich weitergeführt. Landrat Rößle, der bei allen drei Treffen die Mitwirkenden persönlich begrüßte, sieht sich von den Ergebnissen und der Teilnehmerzahl der ersten Runde bestätigt: „In den Treffen haben über 60 Teilnehmer bereits konkrete Ideen entwickelt, wie die Gesundheitsversorgung im Landkreis Donau-Ries dauerhaft verbessert werden kann. Dies zeigt, dass in einigen Bereichen auf lokaler Ebene auch ohne politische Reformen qualitative Verbesserungen erreicht werden können.“

Verbesserung des Patientenübergangs
Beim ersten Vernetzungstreffen der Versorger vor Ort im BRK-Zentrum in Donauwörth, das von Christian Babin, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Nordschwaben, moderiert wurde, trafen sich rund 30 Vertreter der Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen, Pflegedienste sowie niedergelassene Ärzte. Anwesend war unter anderem auch Jürgen Busse, Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens gKU. „Das Treffen war sehr konstruktiv und ein großer Erfolg“, so Stefan Wieschebrock, Konversionsmanager des Landkreises. „Allen Beteiligten war die Verbesserung der Kommunikation untereinander ein großes Bedürfnis. Mit dem Vernetzungstreffen konnten wir hierfür den Grundstein legen.“

Gerade beim Patientenübergang, z.B. von ambulanter zur stationären Versorgung, wurden Verbesserungsmöglichkeiten gesehen. Dadurch kann sowohl die Arbeit der Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, als auch die Belastung für den Patienten beim Übergang reduziert werden.

Ein Beispiel: Ein Patient wird am Freitag mit dem vorher berechneten Medikamentenbedarf für das Wochenende aus dem Krankenhaus entlassen. Dadurch ist die Medikamentenversorgung über das Wochenende sichergestellt. So muss der Patient nicht umständlich über den diensthabenden Arzt wichtige Medikamente anfordern.

Die Selbsthilfegruppen im Blick
Beim zweiten Arbeitsgruppentreffen trafen sich Pfleger sowie Vertreter von Selbsthilfegruppen im St. Vinzenz Seniorenheim in Nördlingen. Moderiert von Norbert Lambertz, Mitarbeiter des gKU, diskutierten die 16 Teilnehmer Maßnahmen zur besseren Vernetzung der Selbsthilfegruppen im Landkreis Donau-Ries.

Gewünscht wurde vor allem eine zentrale Informationsplattform, auf der die bestehenden Selbsthilfeangebote gesammelt werden, um sich miteinander besser vernetzen zu können. Zudem diene eine solche Plattform auch der Information der Bevölkerung. Konversionsmanager Stefan Wieschebrock versprach zu prüfen, ob dies vom Landkreis Donau-Ries umgesetzt werden kann.

Das Thema Patientenübergang war auch bei diesem Arbeitsgruppentreffen ein zentrales Anliegen der Beteiligten. Daher wurde vorgeschlagen, diese Gruppe mit den Versorgern vor Ort zusammenzulegen, um gemeinsam Verbesserungen zu bewirken.

Prävention
Ein zentrales Anliegen der Teilnehmer der Auftaktveranstaltung war, das Thema Prävention verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. 18 Teilnehmer diskutierten im Rathaus Oettingen darüber, wie dies am besten gelingen kann. Dabei wurde festgestellt, dass es schon sehr viele Akteure und Präventionsangebote, z.B. durch die drei Volkshochschulen im Landkreis, gibt. Diese sollten sich jedoch verstärkt miteinander austauschen, um die breite Öffentlichkeit zu erreichen. Konsens war, dass Präventionsangebote an alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen gerichtet werden müssen. Um dies zu gewährleisten, können z.B. präventive Maßnahmen mit Eventcharakter durchgeführt werden. Diese sollten im Idealfall auf Ebene der Städte und Gemeinden stattfinden.

Bürgermeister Matti Müller war der Idee gegenüber aufgeschlossen: „Wir werden gemeinsam mit der Volkshochschule Oettingen und der Region Hesselberg überlegen, ob wir einen Tag 'Oettingen bewegt sich' durchführen können.“

Ein weiterer Wunsch war, eine zentrale Informationsplattform mit der Sammlung bestehender Präventionsangebote und einer Auflistung von Experten zu verschiedenen Themen zu errichten. Offen geblieben ist, wie sozial benachteiligte Gruppierungen für Präventionsangebote begeistert werden können. Dieses Thema soll in einem weiteren Arbeitsgruppentreffen diskutiert werden.
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