Bildung vor Ort gestalten: Schwabenweites Austauschtreffen im Donau-Ries

Im November 2013 wurde der Landkreis Donau-Ries als Bildungsregion in Bayern zertifiziert. Zur Information und zum Austausch fand im April das 4. Netzwerktreffen der schwäbischen Bildungsregionen im Landkreis Donau-Ries statt.

Regionalmanager Klemens Heininger begrüßte die Teilnehmer zum Netzwerktreffen der schwäbischen Bildungsregionen und stellte die von Herrn Landrat Stefan Rößle initiierte Bildungsregion Donau-Ries vor. Nicht nur naturräumlich mit dem Geopark und Nördlingen sei der Landkreis eine runde Sache. „Auch im Bereich Bildung ist der Landkreis mit seinen Projekten Sprachlotse, Bildungsportal und Hochschulzentrum gut aufgestellt“, schloss Heininger.

Hubert Lepperdinger, der Sprecher der Konferenz der Schulaufsicht, lobte das Engagement der schwäbischen Kommunen. „Inzwischen haben sich alle vierzehn schwäbischen Landkreise und kreisfreien Städte der Initiative Bildungsregionen in Bayern angeschlossen“, so Lepperdinger.

Auf die Besonderheiten der schwäbischen Kommunen ging Richard Steurer, Koordinator für die Bildungsregionen in Schwaben, näher ein. In der vom Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst herausgegebenen Sammlung von Leuchtturmbeispielen „Bildungsregionen in Bayern – Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse“ stammt ein Viertel der Projekte aus Schwaben. Steurer dazu: „Das ist einmalig in Bayern und ein Indiz für die Innovationskraft der schwäbischen Bildungsakteure.“

Neben eines Steckbriefes der Bildungsregion Donau-Ries befinden sich darunter auch vier Projekte, die im Landkreis erarbeitet wurden und nun als Leuchtturmprojekt in andere Regionen getragen werden sollen:
- Mobile Sprachangebote für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund unter der Leitung des Staatlichen Schulamtes Donau-Ries und des Landkreises Donau-Ries
- Alphabetisierungskurse für Menschen mit Deutsch als Erst- und als Zweitsprache der Vhs Donauwörth
- Kooperation Wirtschaft des Landkreises
- Kooperation von Jugendarbeit und Dorfentwicklung der Evangelischen Landjugend, Bezirk Schwaben

Als Gastreferenten waren Tobias Schmidt und Dr. Barbara Rink von der Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement anwesend. Sie berichteten über die Leistungen der Transferagentur, die von der Vermittlung von guten Beispielen aus dem Bereich lokaler Bildungsplanung über die Unterstützung beim Aufbau eines kommunalen Bildungsmanagements bis hin zur Durchführung von Entwicklungsworkshops zu unterschiedlichsten Bildungsthemen reichen. Zwischen der Transferagentur und den schwäbischen Bildungsregionen soll in Zukunft der Austausch u. a. in den Bereichen Fachkräftesicherung, Integration und Inklusion intensiviert werden.

2012 startete das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“. Dazu wurden verschiedene Pilotregionen ausgewählt, darunter auch der Landkreis Donau-Ries, der mit seiner Bildungsinitiative Lernender Landkreis schon ein regionales Bündnis für Bildung aufgebaut hatte. Die Zertifizierung als „Bildungsregion in Bayern“ durch das Ministerium sieht die Erstellung eines Bildungskonzepts vor. Dieses wurde im Landkreis in fünf Arbeitskreisen zu den Themen Übergänge, Schule, Jugendliche, Bürgergesellschaft und Demographischer Wandel erarbeitet. In je zwei Workshops wurden die Stärken gesammelt und Handlungsbedarf in der Bildungslandschaft aufgezeigt. Im Rahmen eines Festaktes übergab der Staatssekretär für Bildung und Kultus, Georg Eisenreich, das entsprechende Qualitätssiegel im November 2013 an Landrat Stefan Rößle.

Weiterführende Informationen gibt es unter: www.donauries.de/regionalmanagement.

Zum Foto:
Teilnehmer des Netzwerktreffens der schwäbischen Bildungsregionen. Untere Reihe von links: Hubert Lepperdinger, (Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Schwaben), Dr. Peter Hell (Leiter der „Schulabteilung“ der Regierung von Schwaben), Konrad Maurer (Ministerialbeauftragter für die Berufsoberschulen und Fachoberschulen in Südbayern), Richard Steurer (Gesamtkoordinator der Bildungsregionen in Schwaben), Tobias Schmidt (Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement), mittlere Reihe von links: Florian Vogel (LRA Oberallgäu), Christian Weber (LRA Dillingen a.d. Donau), Michael Trieb (VhS Memmingen), Daniela Hiemer (Stadt Kaufbeuren), Sonja Seger (LRA Neu-Ulm), Dr. German Penzholz (LRA Ostallgäu), Dr. Barbara Rink (Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement), obere Reihe von links: Ralph Eichbauer (LRA Oberallgäu), Saskia Nitsche (Stadt Memmingen), Dr. Richard Wiedemann (LRA Günzburg), Klemens Heininger (Regionalmanagement Donau-Ries)
Nicht auf dem Bild: Götz Gölitz (LRA Aichach-Friedberg), Maria Reiter (LRA Günzburg)
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.