Arbeitskreis Sucht des Landkreises Donau Ries veranstaltete Fortbildung zum Thema „Internet- und Computerspielsucht“
Der Internetkonsum von Kindern und Jugendlichen steigt rasant an. Laut neueren Studien kann man von einer 3%igen Erkrankungsrate von jungen Internetnutzern ausgehen. Aber nicht jeder längere Internetkonsum sollte als problematisch angesehen werden. Die Familien, in denen sich allerdings soziale, psychische oder aber auch gesundheitliche Folgen durch exzessives, lange anhaltendes Computerspielen oder andere Internetaktivitäten entwickelt hat, wissen wie schwer es ist, mit diesem Problem innerhalb der Familie umzugehen.
Diesem Thema nahm sich auch der Arbeitskreis Sucht bei seiner letzten Fortbildung für Lehrkräfte und Schulsozialpädagogen an. Am vergangenen Dienstag fand im Donauwörther Landratsamt eine Veranstaltung statt in der anfangs Michael Deisenhofer von der Polizei Donauwörth eine Zusammenfassung der letzten Veranstaltung „Chancen und Gefahren neuer Medien“ gab. Niels Pruin vom Café Connection der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle Donauwörth hielt anschließend einen Vortrag zum pathologischen (= krankhaften) Internetkonsum. Die 25 Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich über die suchtauslösenden Gefahren der Online Rollenspiele sowie anderer Games und Aktivitäten im Internet zu erkundigen. Es wurden Hilfemöglichkeiten vorgestellt. Eine anschließende Diskussion rundete den Informationsnachmittag ab in dem Pruin auch darauf hinwies, dass das Internet an sich und auch die Internetspiele nicht zwangsläufig als negativ angesehen werden sollten. Der Umgang mit diesen neuen Medien und der neuen Freizeitmöglichkeit sollte thematisiert und von jungen Menschen erlernt werden. Moderiert wurde der Nachmittag von Monika Seiler, der kommunalen Jugendpflegerin des Landkreises Donau-Ries.
Bei Fragen zur Beratung und Behandlung bei exzessivem Internetkonsum können sich Interessierte an das Café Connection der Suchtberatung- und Behandlungsstelle Donauwörth wenden (Tel. 0906/1808).


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