"Das Rathaus" - Dreharbeiten des BR in Rain am Lech

Dreharbeiten des BR vor dem Rathaus in Rain am Lech

"Das Rathaus"
Dreharbeiten vor dem Rathaus in Rain am Lech


War das nicht längst überflällig? Eine TV-Serie, die der allzu oft überhitzten politischen Debatte ein humoristisches Forum gegenüberstellt, in dem all' jene alltäglichen, "normalen" und nicht immer für Normalsterbliche nachvollziehbaren amtlichen und zwischenmenschlichen Kapriolen thematisiert werden? Nicht das "große" weltpolitische Wichtige, sondern das unmittelbare Nahe, die Politik und was dazu gehört - von nebenan?

Franz Xaver Bogner jedenfalls arbeitet zur Zeit im Auftrag des Bayerischen Rundfunks mit seinem Team an einem Fernsehfilm, der voraussichtlich im September diesen Jahres im Dritten starten soll. Drehort ist Studio II in Unterföhring, und für Außenaufnahmen entschied man sich für das pittoresque Rainer Rathaus, vor dem letzte Woche wieder gedreht wurde.

Nein, nicht das überragende politische Engagement Gerhard Martins und auch nicht das idyllische Ambiente der Blumenstadt erregte das Interesse des BR, sondern - wie Ariane Ofiera (Redaktion) erzählte - "suchten wir ein freistehendes Rathausgebäude, das als Kulisse in das Filmgeschehen passt." "Auch wie wir als Filmteam aufgenommen werden, ist bei der Wahl entscheidend," lobte die versierte Redakteurin die Rainer Stadtverwaltung.

Gefragt ob denn 300 Statisten und Komparsen tatsächlich erforderlich gewesen seien, meinte sie: "Ja, sehen Sie, wenn wir anfragen, dass wir 10 oder 12 Statisten suchen, dann denkt doch jeder: >ich komm' eh' nicht dran< und dann fehlt uns eventuell auch die wirklich benötigte Auswahl."

Fast auf die Minute pünktlich ist das Set aufgebaut, die Schienen für die Kamera (Harry Bruntz) sind verlegt, und die erste Szene kann gedreht werden. Eine zierliche Frau (Regieassistentin) bittet nachdrücklich um Ruhe, ein alter Uni-Mog fährt an, dreht eine Runde und hält hinter dem Rathaus, Bauhofleiter Simon Fellermeier alias Christian Lerch steigt aus und klopft an.
Ebenso schnell wird der Kameraschlitten über die gesperrte Hauptstraße gezogen: nach zwei oder drei Minuten (mit Anfahrt) ist die Szene gelaufen und wird nach einem Probelauf noch zwei-, dreimal gedreht.

Wir können gespannt sein, ob die neue Fernsehserie rund um ein (fiktives) Rathaus "im Südosten von München" und um einen neuen Bürgermeister (gespielt von Dieter Fischer), der eher zufällig zu diesem Amt gekommen ist, mit allen seinen "heiter-schrägen" Begebenheiten einer ländlichen Kommune sich zu einer ähnlich erfolgreichen Kultserie entwickeln wird wie etwa Café Meineid, bei der Franz Xaver Bogner gleichfalls Regie führte.


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Wolfgang Leitner aus Donauwörth am 16.01.2007 um 01:24 Uhr  
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