Prädikat empfehlenswert – Austauschprojekte an der Hans-Leipelt-Schule öffnen neue Horizonte
„So einen Austausch kann man nur empfehlen. Man ist gezwungen Englisch zu reden und verbessert so auch sein Sprachverständnis. Es war schön, die Kultur des Landes kennen lernen zu dürfen“. Lisa Roth und Lisa Seiler, zwei Schülerinnen der Donauwörther Fachoberschule, sind ganz begeistert von ihrem Auslandsaufenthalt. Knapp drei Wochen verbrachten die beiden Elftklässlerinnen in der norditalienischen Stadt Carpi.
Dort arbeiteten sie von Ende März bis Mitte April diesen Jahres im Rahmen eines Praktikums – Lisa Roth in einer Marketingabteilung und Lisa Seiler bei einem Traktorenhersteller. Daneben konnten die beiden Teenager, die in Donauwörth den Wirtschaftszweig der Hans-Leipelt-Schule besuchen, zusammen mit ihren „Gastschwestern“ Laura und Sharon auch in das italienische Schulsystem hineinschnuppern und bei diversen Ausflügen und Feiern Land und Leute aus nächster Nähe kennen lernen.
Zur selben Zeit, allerdings einige hundert Kilometer entfernt, machten ihre Mitschüler Sebastian Natzer und Roland Saur ähnlich positive Erfahrungen: Die beiden Schüler der technischen Ausbildungsrichtung an der Fachoberschule Donauwörth absolvierten ihr Austauschpraktikum in Finnland. In Helsinki arbeiteten sie in der technischen Abteilung einer Kaffeefabrik. „Letztendlich waren es wunderbare drei Wochen“, erinnern sich die beiden. „Wir waren rundum mit allem zufrieden, ob mit der Arbeit, dem Leben bei unseren Gasteltern oder dem Erkunden von Helsinki, einer großartigen Stadt.“ Die beiden werten ihren Entschluss, ins Ausland zu gehen, als „eine wirklich lohnenswerte Erfahrung“.
Auch von den Eltern der Austauschschüler hat Helmut Straßer, stellvertretender Schulleiter der Hans-Leipelt-Schule, bisher nur positive Rückmeldungen bekommen. „Die Eltern finden es wichtig, dass ihre Kinder rauskommen und sich selbstständig bewähren müssen.“
Entstanden waren die Kontakte zwischen der Hans-Leipelt-Schule und den ausländischen Partnern in Zusammenhang mit einem EU-Programm: Das Comenius-Projekt „Euro-LAB“ – „learning and teaching across borders“ - soll mit Hilfe verschiedener Treffen und Aktivitäten von Lehrern die Zusammenarbeit und den inhaltlichen Austausch zwischen europäischen Schulen fördern. Aufgrund der engen persönlichen Freundschaften, die so zwischen den verschiedenen Teilnehmern gewachsen sind, war der Gedanke an einen Austausch auch zwischen den Schülern nicht mehr weit.
Genau wie das EU-Projekt basiert auch das Austauschprogramm auf Gegenseitigkeit. So konnten Lisa und Lisa ihre beiden „Gastschwestern“ im Juni in Donauwörth begrüßen. Sharon Benetti leistete ihr dreiwöchiges Praktikum in der Stadtbibliothek Donauwörth unter der Leitung von Evelyn Leippert-Kutzner ab, während ihre Mitschülerin Laura Giberti im Tourismusbüro der Stadt Nördlingen arbeitete und dort von Eva Schilberger betreut wurde. Die beiden finnischen Schüler werden im Herbst erwartet.
Nach der positiven Resonanz der bisherigen Auslandsaufenthalte – bereits im Vorjahr hatten zwei Donauwörther FOS-Schüler eine finnische Schule besucht – soll dieses Programm auf jeden Fall fortgeführt werden. Mittelfristig ist auch eine Ausweitung auf andere Länder, zum Beispiel Frankreich, angedacht.
Zum Bild:Die italienischen Gastschülerinnen Sharon Benetti (dritte von rechts) und Laura Giberti (zweite von rechts) mit den Praktikantinnen Isabell Dekinger und Julia Szegheti, ihren Austauschpartnerinnen Lisa Roth und Lisa Seiler(von links) und dem stellvertretenden Schulleiter Helmut Straßer bei einem Besuch in der Donauwörther Stadtbibliothek


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