Wirtschaftsjunioren informieren sich über steuerliche Neuregelungen

WJ Donau-Ries

Es ist bereits Brauch bei den WJ Donau-Ries: Anfang des Jahres in-formieren sich die Junioren über Änderungen des Steuerrechts. Wirt-schaftsprüfer und Steuerberater Paul Bauch, selbst Mitglied der Wirtschaftsjunioren, beantwortete kompetent alle Fragen des Publikums.

Angesichts des auch 2005 wieder massiven Staatsdefizits und einer Neuverschuldung in Höhe von ca. 54 Mrd. € war der Gesetzgeber auch Ende letzten Jahres wieder besonders einfallsreich und eifrig bei der Arbeit. Neben der bereits bekannten und nach dem Motto „0 + 2 = 3“ voraussichtlich ab 2007 um drei Prozentpunkte erhöhten Umsatzsteuer sowie der Abschaffung der Eigenheimzulage waren auch Gesetzesvorlagen Thema, die von der neuen Bundesregierung mit großer Wahrscheinlichkeit noch 2006 verabschiedet werden.

Weniger bekannt sind beispielsweise die bereits gefassten Beschlüsse zur Abschaffung der Steuerfreiheit von Abfindungen und Übergangsgeldern sowie Heirats- und Geburtshilfen. Auch die Streichung der Abzugsfähigkeit von Steuerberaterkosten wurde im Detail erläutert. Der neue §15b des Einkommensteuergesetzes wiederum verbietet den Verlustausgleich von Verlusten aus Steuerstundungsmodellen (Stichwort: Medien- und Schiffs-fonds), die damit uninteressant werden.

Noch 2006 in Kraft treten sollen eine Anpassung der Einnahmen-Überschussrechnung und – hiervon sind besonders viele betroffen – eine Änderung der Firmenwagenbesteuerung, die insb. dann zum Tragen kommt, wenn das Firmen-KFZ weniger als 50% betrieblich genutzt wird, wobei der Nachweis durch den Steuerschuldner zu erbringen ist. Etwas positiver stimmt da das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung, das u.a. eine Anhebung des Abschreibungssatzes auf 30% vorsieht – allerdings nur befristet für die Jahre 2006 und 2007.

Besonders kritisch zu sehen sind etwa die Pläne der neuen Bundesregierung, die Spekulationsfristen für Wertpapiergeschäfte sowie die Steuerfreiheit privater Veräußerungsgewinne bei vermieteten Immobilien komplett zu streichen. Werden diese Pläne Realität, trifft es all diejenigen, die Immobilieneigentum oder Wertpapiere über viele Jahre als Altersvorsorge gehalten und mit der Steuerfreiheit bei deren Verkauf gerechnet haben.

Jens Peters, Kreisvorsitzender der WJ Donau-Ries, dankte Paul Bauch für den gelungenen und kurzweiligen Vortrag.

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