Weitere Zunahme des Flüchtlingsstroms

Landrat Rößle fordert schnelle Hilfe von Bund und Freistaat


Bayerns Sozialministerin Emilia Müller hat aktuell entschieden, dass aufgrund der aktuellen Fluchtwelle aus dem Kosovo weitere Asylunterkünfte gebraucht werden und die Bezirksregierungen nunmehr auf Kapazitäten des Winternotfallplans zurückgreifen können. Die Zahl der Asylbewerber aus den Westbalkanstaaten ist in den vergangenen Wochen geradezu explodiert. Allen voran stehe hier das Kosovo. Im vergangenen Jahr haben 8.860 Kosovaren in Deutschland Asyl beantragt. Mit 10.410 hatten wir diese Zahl bereits in den ersten fünf Wochen dieses Jahres übertroffen. Gestern kamen über 800 Kosovaren alleine in Bayern an, so Ministerin Müller.

Die enorm steigende Zahl der Asylbewerber stellt auch den Landkreis Donau-Ries bei der Unterbringung vor neue große Herausforderungen. Derzeit sind fast 700 Asylbewerber im Landkreis untergebracht. Dies wäre die Quote gewesen, die der Landkreis zum Jahresende 2015 hätte erfüllen müssen. Landrat Rößle kann daher nicht mehr ausschließen, dass der Landkreis deshalb auf Kapazitäten, die im Rahmen des Winternotfallplans vorgesehen sind, zurückgreifen muss.

Neben den Plätzen in der Noterstaufnahmeeinrichtung in der Kaserne in Donauwörth stünden im Rahmen dieses Winternotfallplans 99 Plätze im ehemaligen Schwesternwohnheim in Oettingen zur Verfügung, die innerhalb weniger Tage aufnahmebereit wären. „Wir stehen bereit, diese Menschen aufzunehmen“, erklärt Landrat Stefan Rößle. Gleichzeitig fordert er aber auch den Bund und Freistaat auf zu handeln. „Der Zustrom von Asylbewerbern aus dem Westbalkan muss schnell geregelt werden“, so Landrat Rößle. Bund und Freistaat müssen die notwendigen Schritte einleiten und die Länder des Westbalkan, wie den Kosovo, zu sicheren Herkunftsstaaten erklären. Damit wäre die Grundlage eines Asylverfahrens entzogen.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.02.2015 | 17:32  
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