Staatssekretär bietet Unterstützung an - Gesprächsrunde zum Thema Kathrein-Schließung mit Johannes Hintersberger

Im Gespräch über Kathrein (v.l.n.r.): Regionalmanager Klemens Heininger, Landrat Stefan Rößle und Staatssekretär Johannes Hintersberger. (Foto: Simon Kapfer (LRA Donau-Ries))
Viele Kathreinmitarbeiter haben schon eine neue Arbeitsstelle gefunden. Einige suchen aber noch. Regionalmanagement und Agentur für Arbeit arbeiten weiter an Lösungen.

Kürzlich fand eine Gesprächsrunde zum Thema Werksschließung Kathrein statt. Landrat Stefan Rößle hatte eingeladen, um den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen zu besprechen. Neben dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange, Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler, Oberbürgermeister Hermann Faul, Bezirksrat Peter Schiele sowie Vertretern von Agentur für Arbeit, IHK, HWK und Kreishandwerkerschaft Nordschwaben kam auch der Bayerische Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger, um sich über die momentane Situation zu informieren.

Nachdem die erste Kündigungswelle bereits zum 20.12.2015 in Kraft getreten war, steht am 30.04.2016 nun die zweite Phase der Entlassungen unmittelbar bevor. Der Geschäftsführer von Kathrein in Nördlingen, Erich Schmidt, betonte, dass durch die gemeinsame Zusammenarbeit bereits in den ersten vier Wochen nach Bekanntgabe der Werksschließung alle 30 Auszubildenden untergebracht werden konnten. Etwas länger dauere es bei akademisch ausgebildeten Arbeitskräften und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund. Zum Standort sagte Schmidt, dass vom Unternehmen ein Wertgutachten in Auftrag gegeben wurde, auf dessen Basis ein zukünftiges Nutzungskonzept erstellt werden soll, auch ein Verkauf sei nicht ausgeschlossen.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Andreas Vaerst, und der operative Geschäftsführer Werner Möritz ergänzten die Ausführungen. Grundsätzlich versuche die Agentur für Arbeit alles, um den Betroffenen zu Anschlussbeschäftigungen zu verhelfen. Zwischenzeitlich seien mit allen Mitarbeitern vor Ort im Werk Gespräche geführt worden. Hierbei konnten auch schon Erfolge erzielt werden, zum Beispiel die vollständige Versorgung der Auszubildenden sowie etliche Vermittlungen, auch durch die erste Jobbörse Anfang Dezember 2015. „Der Arbeitsmarkt im Landkreis Donau-Ries ist sehr stark und bietet daher beste Voraussetzungen, die Werksschließung mittelfristig auffangen zu können“, ist Vaerst überzeugt.

Staatssekretär Hintersberger lobte das große Engagement vor Ort sowie die schnelle und effiziente Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren im Landkreis. „Mein Ministerium steht in engem Kontakt mit der Agentur für Arbeit um alle Möglichkeiten der Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen des Arbeitsmarktfonds oder des Europäischen Sozialfonds auszuloten“, so Hintersberger.

Landrat Stefan Rößle meinte, dass weiterhin alles dafür getan werden müsse, um auch unqualifizierten Arbeitskräften neue Perspektiven in der Region aufzuzeigen. Daher begrüßt er auch ausdrücklich die von Regionalmanager Klemens Heininger organisierten Jobbörsen. Eine Neuauflage ist geplant und findet am Donnerstag, 17. März, von 12 bis 16 Uhr im Technologie Centrum Westbayern in Nördlingen statt. Unternehmen können sich dort präsentieren und Kontakt zu neuen Fachkräften suchen. 
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