"Nacht der 100.000 Kerzen" für eine Welt ohne Atombomben
Donauwörth: Platz an Ostseite des Münsters | In Japan und an zahlreichen anderen Orten werden jedes Jahr am Hiroshima-Tag auf Flüssen schwimmende Kerzen angezündet. Sie sind ein Symbol für die vielen Menschen, die im kühlenden Wasser Rettung vor dem atomaren Feuer suchten.
Zum 65. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki rufen „Ohne Rüstung Leben“ und weitere Organisationen des Trägerkreises „Atomwaffen abschaffen“ zu einer »Nacht der 100.000 Kerzen« auf.
Damit sollte eine Verbindung zu den Gedenkfeierlichkeiten hergestellt werden, die am 6. August 2010, um 8.15 Uhr Ortszeit (das entspricht 0.15 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit) im Hiroshima-Memorial-Park begangen wurden.
Dieses Zeichen griff die PAX-Christi-Gruppe in Donauwörth auf und lud alle Friedensbewegten zur Teilnahme an der Aktion vor Ort ein.
So fanden sich am 5. August, um 21.00 Uhr in Donauwörth auf dem Platz unterhalb des Münsters an der Reichsstraße trotz Regens etwa 15 Aktive ein.
Bildtafeln der Gundremminger Mahnwache informierten über die verherenden Auswirkungen des Bombenabwurfes auf Hiroshima und Nagasaki und das dadurch verursachte Leid und den Tod an Hunderttausenden von Menschen.
Die Kerzenaktion fiel dem Regen und dem Wind zum Opfer.
Mit Schweigen, Erklärungen und Lieder wurde der Opfer gedacht und zum
Abschaffen der Atomwaffen aufgerufen. Den wegen des Regens sehr wenigen Passanten wurde zur Information ein Flugblatt gereicht.
Die christliche Friedensorganisation „Ohne Rüstung Leben“ fordert: „Mutige Schritte hin zu einer atomwaffenfreien Welt sind jetzt notwendig und möglich. Mit dem Bekenntnis des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama zu einer Welt ohne Atomwaffen gibt es heute die einmalige Chance, die Atomwaffenstaaten auf konkrete Schritte zur atomaren Abrüstung zu verpflichten. Im fünfundsechzigsten Jahr nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki entspricht Obamas Abrüstungsappell den Friedenswünschen der Menschen.
Doch auch 65 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki gibt es keinen Grund zur nuklearen Entwarnung: Das Friedensforschungsinstitut SIPRI schätzt die Anzahl einsetzbarer atomarer Gefechtsköpfe weltweit auf 8.400 Stück. Um die 2.000 Stück befinden sich in ständiger höchster Alarmbereitschaft und können in wenigen Minuten eingesetzt werden. Zählt man die (Ersatz-)Sprengköpfe hinzu, die in Depots lagern oder zur Demontage vorgesehen sind, so werden insgesamt sogar 23.300 Nuklearwaffen angenommen. Und obwohl der Nichtverbreitungsvertrag von 1968 die Atommächte verpflichtet, das atomare Wettrüsten zu beenden und nuklear abzurüsten, werden heute in mehr Ländern als je zuvor neue Atomwaffen entwickelt.“
Ich habe Angst vor Kriegen - nicht vor Waffen.
Mit welcher Waffe man dabei getötet wird, ist wurscht.
Wer keine Waffen hat, ist gezwungen seine Konflikte gewaltfrei zu lösen.
Für mich ist es aber nicht egal, dass mit Atombomben ganze Landstriche mit Mensch und Natur ausgelöscht werden. Selbst in Friedenszeiten sterben Menschen an der nuklearen Strahlung bei der Herstellung dieser teuflischen
Waffen und drohen mit einem Schlag ganze Länder unbewohnbar zu machen.
Sicher ist das Abschaffen der Atombomben nur ein erster, aber enorm wichtiger Schritt hin zur einer friedlicheren Welt.
Man kann auch mit B- und C-Waffen ganze Regionen verseuchen und Menschen massenweise umbringen.
Aber auch die konventionellen Waffen sind heutzutage sehr effektiv.
Und dann noch die indirekten Auswirkungen, wenn z.B. wichtige Infrastrukturen (Strom, Wasser, Medizin, etc.) zerstört werden und dadurch Menschen leiden oder gar sterben müssen.
Und nicht zuletzt stirbt man auch im schnöden Kugelhagel.
> "Wer keine Waffen hat, ist gezwungen seine Konflikte gewaltfrei zu lösen"
Wer keine Waffen hat, kauft sich welche.
Oder geht unter.
Manchmal sind Gegner nämlich nicht an gewaltfreien Lösungen interessiert.
Natürlich werden Waffen überflüssig, wenn man die Probleme löst - aber dann muss man das auch tun. Nur den Finger empört heben, weil man Waffen nicht mag, bringt überhaupt nichts.
B- und C-Waffen sind durch Verträge weltweit geächtet. Das gleiche sollte auch für Atomwaffen gelten. Bisher sind dieser Vertrag (Konvention) bisher von den Atommächten nicht unterschrieben worden.
Ich bin übrigens gegen jede Art von Waffen, aber nicht der Waffen wegen, sondern wegen des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Was könnte nicht alles für die notleidenen Menschen weltweit getan werden, stünde das Geld zur Verfügung, das für Waffen und für Kriege aufgewendet wird.
> "B- und C-Waffen sind durch Verträge weltweit geächtet"
Ach, es ist so vieles geächtet und trotzdem wird das von vielen ignoriert.
> "Ich bin übrigens gegen jede Art von Waffen, aber nicht der Waffen wegen, sondern wegen des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Was könnte nicht alles für die notleidenen Menschen weltweit getan werden, stünde das Geld zur Verfügung, das für Waffen und für Kriege aufgewendet wird"
Da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn manchmal wollen böse Menschen keinen Frieden oder den Anderen gar erobern oder töten - und da können Waffen schützen.
Waffen tun nichts Böses.
Von wegen kann Atomenergie das Klima retten: Mit nur 2% Anteil am weltweiten Energieverbrauch ist Atomkraft unbedeutend für den Klimaschutz! Dagegen verursachen die AKWs Krebs bei Kindern und weltweit gibt es kein Endlager für hochaktive, über 1 Million Jahre strahlende Abfälle!
> "Von wegen kann Atomenergie das Klima retten: Mit nur 2% Anteil am weltweiten Energieverbrauch ist Atomkraft unbedeutend für den Klimaschutz!"
Der Anteil ist schon höher. Ausserdem wächst er noch, weil ausserhalb von Deutschland massenweise AKWs gebaut werden.
Und nicht zuletzt: WENN die Legende stimmt, menschgemachtes CO2 würde das Klima beeinflussen UND man das verhindern will durch Einsparung von CO2, DANN ist von allen Wärmekraftwerken nur das Atomkraftwerk dafür geeignet (nicht mal Biomassekraftwerke, denn die verhindern/vernichten Wälder, die CO2 speichern)



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