"Fukushima ist überall – Gundremmingen jetzt abschalten“

Donauwörth: Münster "Zu Unserer Lieben Frau" | Mahnwache zur Erinnerung an die seit elf Monaten andauernde Reaktorkatastrophe in Japan am Samstag in Donauwörth

Mit einer Mahnwache am Liebfrauenmünster in Donauwörth wollen Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner am Samstag von 11 bis 12 Uhr an die seit elf Monaten andauernde Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima erinnern und gleichzeitig gegen den Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken in Deutschland demonstrieren. In bundesweit 120 Orten wird es ähnliche Aktionen unter dem Motto „Fukushima ist überall – AKWs jetzt abschalten“ geben.
„Wir haben diesen Termin gewählt, weil die japanische Anti-Atom-Bewegung für diesen 11. Februar eine Großdemonstration in Tokio und weitere Protesten an AKW-Standorten plant“, erklärt Johannes Thum von der ökologisch-demokratischen Partei Donau-Ries. „Ganz bewusst finden diese Proteste in Japan nicht am 11. März, sondern einen Monat früher statt, denn im März wird dort die Trauer um die Opfer des Tsunamis im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.“
Für das Projekt 47 der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. sammeln die Veranstalter während der Mahnwache Spenden für die Beschaffung von Strahlungsmessgeräte, die in Japan zum Einsatz kommen.
Die Mahnwache veranstaltet durch Bündnis 90 / Die Grünen und der ökologisch-demokratischen Partei soll die Verbundenheit mit den Protesten in Japan zeigen und gleichzeitig die Bevölkerung im Landkreis Donau-Ries daran erinnern, dass auch in Deutschland, noch neun gefährliche Atomkraftwerke in Betrieb sind, – die meisten davon noch für zehn Jahre. „Jeden Tag kann auch in einem deutschen AKW der Super-GAU eintreten - nach Gundremmingen sind es nicht mal 40 km“, so Thum. „Wir fordern, dass diese Reaktoren vor der Katastrophe abgeschaltet werden und nicht erst hinterher.“
Mit den Aktionen in ganz Deutschland will die Anti-Atom-Bewegung auch auf die nächsten großen Demonstrationen hinweisen: Umweltverbände, Parteien und örtliche Bürgerinitiativen rufen dazu auf, am Sonntag, den 11. März an sechs Atom-Standorten bundesweit auf die Straße zu gehen: auch in Gundremmingen.
„Die Anti-Atom-Bewegung hat im letzten Jahr mit dem Aus für acht Reaktoren viel erreicht. Jetzt streiten wir für die noch ausstehende zweite Hälfte des Atomausstiegs“, erläutert Thum. „Wir laden alle Menschen ein, sich an unserer Mahnwache am Samstag zu beteiligen und am 11. März mit nach Gundremmingen fahren.“

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