Mut zum Wandel

Auftakt der Europawoche an der Ludwig-Bölkow-Berufsschule mit Prof. Georg Barfuß

„Mut bedeutet, dass man sich traut, sich in eine mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben,“ sagte Professor Barfuß in der Ludwig-Bölkow-Berufsschule. Mit seinem Vortrag in der voll besetzten Aula eröffnete er die Europawoche, die an der Schule jedes Jahr in Erinnerung an die „ Schumann-Erklärung“, den Grundstein für die heutige Europäische Union, durchgeführt wird. Wer weiß, wie viel Leid und Elend durch neue Kriege entstanden wären,
hätten die Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg nicht den Mut zur Integration Europas gehabt.

Wer mutig handelt muss wissen, dass er unter Umständen eine mögliche soziale Ausgrenzung, Gefahr für Leib und Leben oder als Politiker eine Abwahl riskiert. Friedensnobelpreisträger Willy Brandt musste viel Kritik für seine Ostpolitik einstecken. Heute gehört Mut dazu, sich im Privaten wie am Arbeitsplatz für die Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von Religion, Herkunft oder sexueller Neigung einzusetzen. Es sind in unserer Sozialen Marktwirtschaft auf dem europäischen Markt häufig nicht die Politiker, die allein lenken und entscheiden. Jeder einzelne Schüler und Erwachsene entscheidet selbst, welches Auto er kauft, zu welcher Bank er geht, ob er für den Erhalt des Arbeitplatzes den Wohnort wechselt oder ob er bereit ist, eine Familie zu gründen und Kinder zu erziehen.

Mit der Einführung des Euro und des SEPA- Verfahrens ging Prof. Barfuß auf mutige Schritte in der Europäischen Union ein. Sachkundig beantwortete er in der anschließenden Diskussion die Fragen der interessierten Schüler zum Verfassungsgerichtsurteil bezüglich der „Drei-Prozent-Hürde“, zum Ausbau erneuerbarer Energien, zur Haltung der EU bezüglich der Ukraine und zum Genmais.

„Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ zitierte der Referent Immanuel Kant und rief die Schülerinnen und Schüler dazu auf, zur Europa-Wahl zu gehen.

Schulleiter Winfried Schiffelholz bedankte sich abschließend beim Kreisvorsitzenden der Europaunion Karl Eigen für die Vermittlung des Referenten und bei Fachbetreuer Rolf Eckhardt für die Vorbereitung der Projektwoche.

Rolf Eckhardt, Fachbetreuer Sozialkunde
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