Landrat Rößle macht Biogasanlage in Hamlar zur Chefsache

Aufgrund der andauernden Geruchsbelästigungen um Donauwörth durch eine Biogasanlage in Hamlar hat Landrat Rößle den Betreiber diese Woche zu einem Gespräch ins Landratsamt einbestellt. Landrat Rößle machte dabei unmissverständlich deutlich, dass der derzeitige Zustand nicht länger andauern dürfe. Der Betreiber betonte im Gegenzug, dass ihm die Situation selbst unangenehm sei und kündigte umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an.

Die seit November 2013 deutlich verstärkte Geruchsbelästigung führte der Betreiber auf eine von außen zunächst nicht feststellbare reduzierte Funktionsweise eines Abluftfilters zurück, die erst Ende Dezember 2013 entdeckt worden sei. Die Reparaturmaßnahmen würden diese Woche abgeschlossen.

Weiter wurde ferner vereinbart, dass dem Landratsamt bis 31. Januar 2014 ein schlüssiges Konzept zur Abluftreinigung mittels Biowäscher und Biofilter vorgelegt wird. Nach einer Wirksamkeitsprüfung durch das Landratsamt sollen die Änderungen an der Lüftungs-, Reinigungs- und Filtertechnik bis spätestens 7. Februar 2014 genehmigt werden. Landrat Rößle betonte, dass dann sofort mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden müsse.

Von Seiten des Landratsamts wurde dem Betreiber zudem mitgeteilt, dass die Wiederbefüllung des Substratlagers 2 erst nach der für April oder Mai 2014 geplanten Errichtung einer Folienhaube zugelassen werden kann. Der Betreiber versprach, die entsprechenden betriebstechnischen Voraussetzungen bis zum 31.01.2014 zu prüfen.

Desweiteren erklärte der Anlagenbetreiber, in der Anlage würden keine Schlachtabfälle im eigentlichen Sinn, sondern lediglich - von der Genehmigung der Regierung von Schwaben umfasste - relativ geruchsarme Stoffe wie Tierblut und gülleähnliches Material verwendet. Er gestand zu, bis auf weiteres auf den Einsatz bestimmter genehmigter aber besonders geruchsintensiver Stoffe, wie z.B. Fettabscheiderrückstände zu verzichten.

Zum Abschluss der Besprechung wurde dem Betreiber verdeutlicht, dass eine unverzügliche Umsetzung des gesamten Maßnahmenpakets erwartet werde und er im Falle vermeidbarer Verzögerungen, spätestens aber im Falle der nicht vollständigen Erfüllungen der Forderungen des Landratsamtes bis Frühjahr 2014 mit der Stilllegung der Anlage rechnen müsse. Die Vorbereitungen für entsprechende rechtliche Schritte würden bereits getroffen.
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