Kreis tritt kommunalem Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“ bei

Donauwörth: Landratsamt Donau-Ries | Landrat Stefan Rößle möchte die Prävention im Landkreis weiter fördern. Daher beteiligt sich der Landkreis Donau-Ries als vierte bayerische Kommune an dem kommunalen Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle!“. Ziel des Netzwerkes ist es, Strategien zur Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Als erstes Projekt fand die „Werkstatt Gesunde Kommune“ statt.

Unter der Leitung des Konversionsmanagements Donau-Ries hat sich während der Zukunftswerkstatt Gesundheitsversorgung eine Arbeitsgruppe „Prävention“ gebildet. Diese hat sich zum Ziel gesetzt Maßnahmen zu entwickeln, um möglichst viele Bevölkerungsschichten für Präventionsangebote gewinnen zu können. Begonnen werden soll dabei bereits ab der Schwangerschaft – denn Prävention als Gesundheitsförderung ist eine lebenslanges Thema. „Je eher man beginnt, ein Verständnis für die Gesundheitsförderung zu entwickeln, desto größer sind die positiven Effekte“, so Landrat Rößle. Deshalb sollen nun Ideen entwickelt werden, wie dies am besten im Donau-Ries umgesetzt werden kann.

Begonnen wurde damit bei der Werkstatt „Gesunde Kommune“, die im November stattfand. Als einer von acht Kommunen in Deutschland erhielt der Landkreis die Möglichkeit eine Werkstatt „Gesunde Kommune“ durchzuführen. Diese wurde von der „Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit im Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung“ vergeben. Gefördert wurde die Veranstaltung von der Techniker Krankenkasse.

Unter der Leitung von Martina Hermann-Biert und Uwe Sandvoss, Jugendamtsleiterin und Präventionsbeauftragter der Stadt Dormagen, wurden Ideen entwickelt, wie im Landkreis Donau-Ries eine Präventionskette aufgebaut werden könnte. Die Präventionskette hat zum Ziel dauerhafte Strukturen und Netzwerke aufzubauen, bei denen Bürger über Präventionsangebote aufgeklärt werden, sei es durch die Beratung von Gynäkologen während der Schwangerschaft oder über Lehrer als Ansprechpartner für Schüler und deren Eltern. In der Stadt Dormagen wurden diese Strukturen seit 2005 eingeführt und haben bereits zu sichtbaren Erfolgen geführt. Grundlage ist dabei, dass die Behörden als Ansprechpartner auf Augenhöhe agieren und die Bürger im Beratungsfall wissen, an wen sie sich wenden können.

Mit Vertretern der Jugend- und Familienhilfe, Anbietern von Gesundheits- und Präventionsangeboten sowie Vertretern von Schulen und Kindertagesstätten wurde nun überlegt, wie man das Konzept auf den Landkreis Donau-Ries übertragen kann. Konversionsmanager Stefan Wieschebrock fasste zusammen: „Durch die Werkstatt haben wir viele Anregungen zur weiteren Förderung der Prävention erhalten.“ So wünschten sich die Teilnehmer der Werkstatt „Gesunde Kommune“ die Erstellung eines Präventionsatlas für Donau-Ries. Zudem werde nun geprüft, wie die Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Gesundheitswesen sowie der Jugendhilfe intensiviert werden könne.

Dabei gibt es in der Jugendhilfe im Donau-Ries bereits zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit, berichtete Alfred Kanth, Leiter des Jugendamtes: „In Dormagen gibt es viele gute Ansätze, die zu effektiven Verbesserungen der Lebenslagen unserer Familien führen. Daher haben wir das Dormagener Modell bereits als Grundlage bei der Erstellung unseres Präventionskonzeptes verwendet. Zudem haben wir u.a. mit der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KOKI) ein Netzwerk, in dem bereits zahlreiche Akteure vereint sind.“
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