Haus der kleinen Forscher - naturwissenschaftliche und technische Frühförderung im Landkreis Donau-Ries

Die pädagogischen Fachkräfte erprobten zusammen mit Dr. Friederike Raab – links im Bild - im Rahmen des 1. Workshops zahlreiche Experi-mente mit Wasser

Neues Projekt für Kindertagesstätten

Naturwissenschaftliche Bildung im Kindergarten - zu früh oder genau das Richtige für Drei- bis Sechsjährige? Die "Sendung mit der Maus" nicht nur ansehen, sondern selbst tüfteln und ausprobieren! Mit altersgerechten und einfachen Experimenten zur belebten und unbelebten Natur fördert das Projekt "Haus der kleinen Forscher" bei Kindern die Begeisterung und das Verständnis für naturwissenschaftliche Phänomene und Zusammenhänge.

Das lokale Netzwerk wurde unter der Beteiligung von Alfred Kanth (Jugendamtsleiter) und Claudia Wernhard (Fachberatung für Kindertagesbetreuung) im Landkreis Donau-Ries aufgebaut. Katrin Loyal (beim „Haus der kleinen Forscher“ verantwortlich für die Gründung und Betreuung lokaler Netzwerke in Bayern und Baden-Württemberg) stellte das Projekt im Rahmen einer Tagung für Kindertagesstättenleitungen im Landratsamt Donau-Ries vor.

Als Trainerin konnte Dr. Friederike Raab gewonnen werden. Dr. Raab ist Biologin, Umweltbildnerin und Imkerin. Als Biologin war sie 10 Jahre in der internationalen Grundwasser- und Trinkwasser-Forschung tätig. Seit 2006 ist Raab als selbständige Umweltbildnerin und außerschulische Bildungspartnerin („Blume, Tier & Wir, Natur-Wissen und Werken) vor allem in Kindergärten, Schulen und der VHS tätig.

Derzeit sind 27 Einrichtungen verschiedener Träger beim Netzwerk angemeldet. Bereits 54 pädagogische Mitarbeiter(innen) haben in Donauwörth am 1. Workshop zum Thema Wasser teilgenommen. Die Themen Luft und Luftdruck, Elektrizität, Licht und Farben sind derzeit in Vorbereitung. Für die praktische Arbeit in den Kindertageseinrichtungen erhielten die Erzieherinnen und Erzieher einen Koffer mit Experimentierkarten mit Ideen zu ausgewählten einfachen Versuchen, eine Pädagogikbroschüre und ein Dokumentationsheft. In den Einrichtungen können künftig bereits drei- bis sechsjährige Mädchen und Jungen verstärkt mit alltäglichen Materialien wie Strohhalmen, Pipetten, Trichtern, Knete und Luftballons experimentieren. Daneben erwerben sie auch Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen und können ihre feinmotorischen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Kinder als Fachkräfte von morgen verstehen

Landrat Stefan Rößle sagt in diesem Zusammenhang: „Naturwissenschaften und Technik spielen in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle. Um den Fachkräftebedarf in diesem Bereich für die Zukunft decken zu können, müssen wir schon heute gerade die Kinder mit Begeisterung und Motivation für diese Themen sensibilisieren, denn die Kinder von heute sind die Fachkräfte von morgen". Jugendamtsleiter Alfred Kanth ergänzt: „Die Begeisterung für die naturwissenschaftlichen Disziplinen benötigen noch etwas Unterstützung und Werbung. Wir wollen zeigen, wie spannend die Auseinandersetzung mit der alltäglichen Technik und Naturwissenschaft sein kann.

Über die Stiftung Haus der kleinen Forscher

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ mit Sitz in Berlin, gründete sich auf Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, von McKinsey & Company, der Siemens Stiftung und der Dietmar Hopp Stiftung. Sie unterstützt frühkindliche Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik. Gefördert wird die bundesweite Ausbreitung der Angebote vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Im Rahmen des Projektes „Haus der kleinen Forscher“ werden Workshops für Erzieher(innen) entwickelt, Arbeits- und Lehrmaterialien bereitgestellt, jährliche Aktionstage veranstaltet und umfangreiche Hintergrundinformationen und Experimente im Internet (www.haus-der-kleinen-forscher.de) von der Stiftung angeboten.

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin donauwörther | Erschienen am 02.07.2010
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