Geopark Ries als außerschulischer Lernort

Übergabe von Unterrichtsmaterialien im Rathaus in Reimlingen: Unser Bild zeigt (von links) Martin X. Müller, Heike Burkhardt, Jürgen Leberle und Günther Zwerger. (Foto: LRA)
Donau-Ries: Geopark |

Unterrichtsmaterialien sollen Schulen unterstützen – Kooperation mit Universität Augsburg


Donauwörth (pm). Anlässlich der ersten Lehrerfortbildung des Nationalen Geoparks Ries überreichte die Universität Augsburg jetzt Unterrichtsmaterialien, die der Lehrstuhl Geografiedidaktik erarbeitet hatte. Sie sind Ergebnis der Kooperation des Geoparks mit der Universität.

Für die Übergabe im Rathaus in Reimlingen war Martin X. Müller von der Universität ins Ries gekommen. Er hatte im Rahmen eines fachdidaktischen Seminars gemeinsam mit seinen Studenten eine Lehrerhandreichung zum Erlebnis-Geotop Lindle und eine Lerntheke zum Geopark Ries entwickelt. Sie sollen speziell Schulen unterstützen, die Interesse an den außerschulischen Lernangeboten des Geoparks Ries haben und das Ries im Rahmen des Unterrichts behandeln wollen.

Die Lehrerhandreichung enthält didaktisch aufbereitete Materialien, die sich für die aktive Beschäftigung mit geologischen, bodenkundlichen, biologischen und geographischen Inhalten eignen: Fotografieren, Gestein bestimmen, den Wald ertasten, Pflanzen suchen, Wasser- und Bodenproben betrachten, mit dem Kompass arbeiten, eine Kartenskizze anfertigen und vieles mehr. Ob alle sechs Stationen oder nur eine - die Arbeitsangebote der Lehrerhandreichung für das Erlebnis-Geotop Lindle stellen Materialien für nachhaltiges Lernen „mit allen Sinnen“ auf Basis eines erweiterten Lernbegriffs zur Verfügung. Sie ist geeignet für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren. Die Lehrerhandreichung enthält didaktische Vorüberlegungen, Unterrichtsskizzen zur unterrichtlichen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung sowie umfangreiches Material für eine Arbeitsexkursion im Erlebnis-Geotop Lindle.

Ebenfalls am Lehrstuhl Geografiedidaktik erarbeitet wurde eine Lerntheke. Sie hat den Zweck, systemisches Wissen zum Ries-Ereignis anzueignen und zu testen. Anhand von Materialien können verschiedene Themenfelder des Geoparks für Schüler der Unterstufe aller Schularten erarbeitet werden wie Besiedlungsgeschichte, Bodenkunde, Kartographie, Geologie, Klima und Biologie. Das Wissen wird von den Schülern an verschiedenen Stationen erarbeitet. Anschließend wird das Erlernte abgefragt und die Schüler müssen einen Laufzettel ausfüllen. Zielgruppe sind die Jahrgangsstufen 5 bis 7 aller Schularten in den Fächern Geographie, Erdkunde, Chemie, Physik, Natur und Technik, Biologie sowie sonstige Fächer mit geowissenschaftlichem Bezug. Ziel ist, das Interesse an geowissenschaftlichen Inhalten zu fördern, etwa die ganzheitliche Betrachtung des Systems Erde-Mensch (Landwirtschaft als Anpassung an natürliche Gegebenheiten, Nutzung der Gesteine, Tourismus, etc.), einen erweiterten Lernbegriff anzustreben und konstruktivistisches Lernen zu ermöglichen.

Geopark-Geschäftsführer Günther Zwerger und seine Stellvertreterin Heike Burkhardt bedankten sich im Beisein von Reimlingens Bürgermeister Jürgen Leberle bei Martin X. Müller für die gute Zusammenarbeit und das große Engagement der Universität Augsburg, speziell natürlich des Lehrstuhls Geografiedidaktik mit Prof. Dr. Ulrike Ohl als Lehrstuhl-Inhaberin. Die nun überreichten Unterrichtsmaterialien seien ein wichtiger Baustein, den Geopark als außerschulischen Lernort zu positionieren, betonte Zwerger.

Die Unterrichtsmaterialien können beim Geopark Ries in digitaler und ausgedruckter Form nach Absprache bestellt werden, die Lehrerhandreichung auch unter www.geopark-ries.de heruntergeladen werden.
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