EMM (Europäische Metropolregion München) Jahreskonferenz hat am 28. Juni 2011 in Füssen stattgefunden

von links nach rechts: (Klemens Heininger (Regionalmanager), Angela Kerle (Kreisentwicklung), Erika Müller (Kreisrätin), Günther Zwerger (Kreisentwicklung), Josef Fischer (Kreisrat), Anton Fischer (Kreisrat), Landrat Stefan Rößle, Klaus Lingel (Bürgermeister), Landrätin Johanna Rumschöttel (stv. EMM-Vorsitzende), Reinhold Bittner (Kreisrat), Landrat Johann Fleschhut, Andraes Fürst (Firma Elektrotechnik Fürst Amerdingen), Regierungspräsident Karl Michael Scheufele und Helmut Beyschlag (Kreisrat und PWG-Frakt

Das Thema war diesmal Kultur und deren Wertschöpfung und Bedeutung für die Regionen in der Metropolregion München

Kürzlich fand in Füssen die jährliche Konferenz der Initiative Europäische Metropolregion München (EMM) statt. An diesem Treffen haben auch mehrere Vertreter aus dem Landkreis Donau-Ries teilgenommen. Im Anschluss an die Veranstaltung waren sich alle Kreisräte einig, dass diese Veranstaltung sehr informativ war und dass es überaus sinnvoll ist, dass sich der Landkreis Donau-Ries mit Landrat Stefan Rößle für die EMM engagiert.

Die EMM deckt beinahe die gesamte Südhälfte Bayerns ab: Von Donau-Ries im Norden bis Garmisch-Partenkirchen im Süden, von Augsburg im Westen bis Altötting im Osten reicht der Raum. Damit sind 23 Landkreise in drei bayerischen Re-gierungsbezirken und Städte wie Augsburg, Ingolstadt, Kaufbeuren, Landshut und Rosenheim Teil eines großen Ganzen.

Den Begriff der Metropolregion haben Raumplaner bereits vor ca. 15 Jahren festgelegt. 1995 benannte die Ministerkonferenz für Raumordnung eine Reihe deutscher Großstadtregionen als Europäische Metropolregion. Darunter war auch die Region München. Ihnen wird eine besondere Funktion für die wirtschaftliche Dynamik, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zugeschrieben. Mittlerweile gibt es 11 solcher Verdichtungsräume in Deutschland, die zusammen mit ihren Umlandregionen internationale Größe besitzen.
Das internationale Parkett ist es auch, auf dem die Metropolregion München auftreten möchte. Unter dem Leitsatz „Gemeinsam für eine Spitzenposition in Europa“ arbeiten unter dem Dach des Vereins Europäische Metropolregion München e.V. (EMM e.V.) mittlerweile über 170 Mitglieder nach dem Prinzip der Public-Private-Partnership zusammen. Neben den Landkreisen, Städten und Kommunen gehören auch Wirtschaftsunternehmen, Kammern, Universitäten und Hochschulen dazu.

Die stellvertretende Vorsitzende, Landrätin Rumschöttel ist sich mit Landrat Stefan Rößle einig: „Gerade die Symbiose der Kompetenzen und Stärken der Landeshaupt-stadt, des Umlandes und des ländlichen Raumes ergeben die Attraktivität und das unverwechselbare Profil unserer Europäischen Metropolregion München.“

Befragt nach Ihren Eindrücken von der EMM-Konferenz in Füssen und der Bedeutung einer solchen Organisation gaben die Teilnehmer aus dem Landkreis Donau-Ries folgende Statements am Rande dieser Veranstaltung ab:

Kreisentwicklung, Herr Zwerger
„Wie bei der Metropoolkonferenz in Füssen deutlich wurde, sind es nicht nur die Landschaft, die Städte und Dörfer, Infrastruktur und Unternehmen, die eine Region prägen. Die viel zitierten weichen Standortfaktoren sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium dafür, wie attraktiv und lebenswert eine Region, ein Landkreis sind und wirken. Kultur im weitesten Sinne, auch Unternehmenskultur, ist dabei ein sehr wichtiges Element, das nicht zuletzt in schwierigen Zeiten darüber entscheidet, ob eine Region, ein Unternehmen Krisen erfolgreich bewältigen kann.“

Kreisrat, CSU-Fraktion, Reinhold Bittner
Die EMM-Konferenz in Füssen hat deutlich gezeigt, wie richtig und wichtg es ist, dass eine Region zusammenwächst. Nur gemeinsam ist man stark. Dabei ist auch die ver-kehrsrechtliche Anbindung besonders wichtig. Dem Landkreis Ostallgäu kann ich zur gelungenen Veranstalung gratulieren. Er hat sich hervorragend als Landkreis der Seen und Berge auf denen Schlösser wachsen präsentiert.



Kreisrat, SPD-Fraktion, Anton Fischer
Die EMM – Metropolkonferenz in Füssen war eine hervorragend organisierte und auch inhaltlich sehr interessante Veranstaltung. Sehr positiv fand ich, dass die kulturellen Angebote der Metropolregion unter dem Begriff „ EMMpfehlung“ zusam-mengefasst werden sollen. Dass sich die vermeintliche Provinz, also der ländliche Raum, mit ihren kulturellen Angeboten nicht verstecken müsse, wurde bei der Konferenz deutlich dargestellt.
Die Kultur ist ein wichtiger weicher Standortfaktor, der Familien und Fachkräfte auch dazu bewegt, in die jeweilige Region zu ziehen oder auch dort zu bleiben. Man darf das nicht vergessen, wenn es darum geht, die Einwohnerzahlen auf dem Land stabil zu halten.

Kreisrat, PWG-Fraktionsvorsitzender, Helmut Beyschlag
Die EMM-Konferenz in Füssen war eine äußerst eindrucksvolle, überaus wertvolle Veranstaltung. Es ist wichtig, dass auch der Landkreis Donau-Ries dieser Vereinigung angehört. Vernetzungen untereinander sind heute besonders wichtig. Wir haben so die Möglichkeit, dass wir unsere Region, unseren Landkreis bekannter machen und damit stärken. Der persönliche Einsatz und der finanzielle Beitrag, den der Landkreis hier erbringt ist äußerst sinnvoll angelegt.

Bürgermeister von Fremdingen, Herr Lingel
Für mich waren die Ausführungen von Prof. Clemens Sedmak über das Thema „Wer braucht schon Kultur!“ besonders interessant. Er sagte unter anderem die Kultur ist ein Lebensmittel für Lebensqualität und dass Kultur kein Schutzgut sondern ein Entwick-lungsziel ist. Desweiteren führte Prof. Sedmak in seinem mitreißenden Vortrag aus, dass die Kultur wichtig für die Lebenskraft einer Region ist. Diese Aussage hat mich überzeugt.

Elektrohaus Fürst Amerdingen, Herr Fürst, Geschäftsführer
Eine wichtige Erkenntnis war, dass der ländliche Raum nicht vernachlässigt
werden soll und künftig gestärkt in den Metropolregionen bestehen kann.
Besonders interessant war natürlich auch zu sehen, wie die Mobilität mit
Elektrofahrzeugen im ländlichen Raum realisiert werden könnte.

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