Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig lobt das Donau-Rieser Familienbündnis für Engagement in Pilotprojekt

Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks (6.v.l.) mit Vertreterinnen und Vertretern des Pilotprojekts "Kommunale Familienzeitpolitik“, für den Landkreis Donau-Ries dabei Günter Katheder-Göllner (6.v.r.) (Foto: BMFSFJ / José Giribás)
 
Günter Katheder-Göllner (3.v.l.) bei der Vorstellung der Ergebnisse des Pilotprojekts „Kommunale Familienzeitpolitik“ (Foto: BMFSFJ / José Giribás)


Ergebnisse des Pilotprojektes „Kommunale Familienzeitpolitik“ auf dem Zukunftskongress in Berlin vorgestellt


Wie lässt sich Zeitstress verringern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und damit die Lebensqualität vor Ort verbessern? Diese Fragen standen im Landkreis Donau-Ries sowie an vier weiteren Standorten im Mittelpunkt eines Pilotprojektes des Bundesfamilienministeriums. Beim Zukunftskongress der bundesweiten Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ am 24. Juni 2014 wurden nun die Ergebnisse vorgestellt. Vor mehr als 300 Bündnisakteurinnen und Bündnisakteure aus ganz Deutschland sowie Vertreterinnen und Vertreter von Industrie- und Handelskammern, Arbeitsagenturen sowie Jobcentern, Unternehmen und Wohlfahrtsverbänden berichtete auch Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner.

„Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik und Wirtschaft vor Ort können gemeinsam eine Menge tun, um Eltern durch familienbewusste Lebens- und Arbeitsbedingungen mehr Zeitsouveränität zu ermöglichen und damit die Lebensqualität von Familien zu verbessern“, erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig anlässlich des Zukunftskongresses. „Wie sich kommunale Zeitpolitik in konkrete Maßnahmen umsetzen lässt, zeigen gute Beispiele aus Aachen, Herzogenrath, Neu Wulmstorf sowie im Landkreis Donau-Ries und im Saalekreis. Hier haben Lokale Bündnisse für Familie mit Unterstützung meines Hauses mit zahlreichen Partnern Konzepte entwickelt, mit deren Hilfe sich Zeitkonflikte für die Familien vor Ort entschärfen lassen. Ich freue mich über die vielen guten Ideen, die das Leben von Familien verbessern.“
Bei dem Pilotprojekt „Kommunale Familienzeitpolitik“ haben Lokale Bündnisse für Familie mit wichtigen Akteuren praktische Maßnahmen für die Lösung von Zeitkonflikten entwickelt.

Lebensqualität verbessern

Dazu zählen beispielsweise ergänzende Betreuungsangebote, längere Öffnungszeiten in Kindergärten oder ein Zeitatlas, der die regional unterschiedliche Zeitbelastung von Familien analysiert und eine Grundlage für kommunale Lösungen bietet. Ziel ist es, Zeitpolitik für Familien auf kommunaler Ebene zu verankern und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Lebensqualität von Familien zu verbessern. Kommunen, die Zeitkonflikte von Familien lösen, gewinnen: als Standorte für Familien und im Wettbewerb um Arbeitskräfte. Das Bundesfamilienministerium hat die fünf Pilotstandorte für gut ein Jahr (bis Ende 2013) mit jeweils bis zu 36.000 Euro gefördert.

Lösungen für Zeitkonflikte

Mit den Maßnahmen setzen die Lokalen Bündnisse für Familie genau bei den Bedarfen von Familien an. Eine Befragung von über 2.200 Eltern an allen Pilotstandorten hatte gezeigt: Familien geraten vor allem dann in Zeitstress, wenn die Kinder oder die Eltern selbst krank werden, die Eltern Überstunden machen müssen oder es mal wieder länger dauert, durch den Verkehr zu kommen.
Um Lösungen für Zeitkonflikte zu entwickeln, wurden im Landkreis Donau-Ries in Asbach-Bäumenheim, Donauwörth, Mertingen und Rögling Zeitwerkstätten durchgeführt. Beim Zukunftskongress in Berlin erzählte Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner zum Stand der Dinge: „Für uns geht es nun darum, nach und nach die vielen guten Ideen und Lösungsvorschläge die in den Zeitwerkstätten erarbeitet wurden in die Praxis umzusetzen“. Als Beispiele nannte er das Projekt „Autofrei zu Kindergarten und Schule“, das vor kurzem in Donauwörth gestartet wurde oder einen Info-Abend für Familien zum Thema „Zeitmanagement“ (denn viele Eltern wünschten sich Tipps und Tricks, damit mehr „Zeit für Familie“ bleibt).

Wie wir leben werden

Nach der Präsentation der Pilotstandorte hatten die Kongressteilnehmer noch Gelegenheit Ideen und Vorschläge für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einzubringen. Zusammen mit Elisabeth Goos von Roland Berger Consulting übernahm Bündniskoordinator Katheder-Göllner auf Einladung des Familienministeriums (BMFSFJ) die Moderation der Zukunftswerkstatt „Wie wir leben werden“. Dabei ging es unter anderem um Mobilität und den Erhalt der Infrastruktur im ländlichen Raum, um eine intensivere Zusammenarbeit von Kommunen und Unternehmen und um attraktive Rahmenbedingungen für junge Familien. Die Ergebnisse aus den Zukunftswerkstätten sollen in Konzepte des Familienministeriums und in die Arbeit der rund 670 Bündnisse für Familie in Deutschland einfließen.
Landrat Stefan Rößle meint dazu: „Unser Landkreis kann sich in Sachen Familienfreundlichkeit sehen lassen, auch bundesweit. Es freut uns natürlich sehr, wenn das auch von anderer Seite bestätigt und gelobt wird, wie jetzt beim Zukunftskongress in Berlin. Entscheidend ist aber für uns, dass es den Familien im Donau-Ries gut geht, dass sie Zeit für Familie haben und Beruf und Familie gut vereinbaren können. Daran werden wir mit unseren Bündnispartnern weiterarbeiten.“

Hintergrund

Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Im Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries engagieren sich 138 Bündnispartner und zahlreiche weitere Akteure für einen familienfreundlichen Landkreis.
Bundesweit gibt es mehr als 13.000 Bündnisakteurinnen und -akteure, darunter über 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. Rund 670 Lokale Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv (Stand Juni 2014).


Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Mehr Infos unter: www.familie-im-donau-ries.de und www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de
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