Barbara Stamm und BRK holen Kinder aus der Ukraine nach Bayern

  Bei kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen weltweit sind es vor allem immer wieder Kinder, die darunter leiden. Dies trifft derzeit besonders auch die Ukraine und deren Krisengebiete, in denen Kinder durch die Wirren der Verhältnisse selten unbeschadet bleiben.

Erholung, spannende Freizeit und Kennen lernen der Schönheiten des Allgäus, waren die Ziele einer Einladung des Bayerischen Roten Kreuzes für 38 Kinder im Alter von 10 – 14 Jahren und ihren Betreuern aus den Krisengebieten von Doneszk und Lugansk, die 16 unbeschwerte Tage auf dem Gschwendner Hof bei Immenstadt verlebten.

Auslöser für diese Einladung war eine Initiative der Präsidentin des Bayerischen Landtages, Barbara Stamm und des Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes Theo Zellner.

Barbara Stamm hatte sich an die bayerischen Wohlfahrtsverbände mit der Frage gewandt, ob diese bereit wären, für die Ukraine ein Angebot für traumatisierte Kinder aus den durch die kriegerischen Verhältnisse betroffenen Gebieten zu realisieren, das den Kindern den Alltag ein Stück weit vergessen lässt. Theo Zellner hatte dieser Anfrage spontan entsprochen, neben den bereits laufenden Hilfen des Deutschen Roten Kreuzes für die Ukraine, ein Freizeitcamp für Kinder durchzuführen.

Ein Team von Betreuern des Bayerischen Roten Kreuzes, allesamt mit pädagogischer Vorbildung bis hin zu einem Psychologen, hatte sich im Vorfeld gemeinsam mit dem Schullandheim „Gschwendner Hof“ in Gschwend bei Immenstadt Gedanken für ein abwechslungsreiches Programm gemacht.

Möglich geworden war diese Freizeit letztlich durch die Zusammenarbeit vieler die ganz praktisch aber vor allem auch spontan finanziell unterstützt haben. Dazu gehören Ämter, Behörden und die Bundespolizei genauso wie eine namhafte schwäbische Sportartikelfirma, die Firma Textil Bardusch oder der Allgäu Skyline Park bei Bad Wörishofen.

Die Auswahl der Kinder erfolgte durch das Ukrainische Rote Kreuz, das wesentlichen Anteil an der sozialen Versorgung der Bevölkerung in der Ukraine wahrnimmt.

Entscheidend für die Finanzierung war die Unterstützung durch „Sternstunden“ – dem Hilfswerk von Hörern des Bayerischen Rundfunks - und die Bereitschaft von Kreisverbänden des Bayerischen Roten Kreuzes und eines Lionsclubs für die Übernahme von Patenschaften für Kinder. Auch der BRK-Kreisverband Nordschwaben hat das Projekt finanziell unterstützt und eine Patenschaft übernommen.

Tränenreich war dann auch der Abschied auf dem Münchner Flughafen, als Betreuer und Kinder nach 16 Tagen aus der Geborgenheit der Freizeit im Allgäu in eine unsichere Zukunft nach Hause zurückkehrten. Abschiedsworte in Deutsch, Ukrainisch und Englisch beinhalteten allesamt den Wunsch nach einem Wiedersehen.

Barbara Stamm und Theo Zellner zeigten sich begeistert vom Engagement allen Beteiligten im Vorfeld und bei der Durchführung die diese Maßnahme für die Kinder zu einem Erfolg hat werden lassen. Auch von der Zusammenarbeit des Ukrainischen und Bayerischen Roten Kreuzes, die letztendlich das Projekt in kürzester Zeit ermöglicht hatte.
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