Änderungen bei der doppelten Staatsangehörigkeit in Kraft getreten

Neuregelung der Optionspflicht


Bislang mussten sich in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern, die aufgrund eines langjährigen Aufenthaltes der Eltern im Bundesgebiet die deutsche Staatsangehörigkeit zusätzlich zur Staatsangehörigkeit der Eltern erworben haben, zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr zwischen der ausländischen und deutschen Staatsangehörigkeit entscheiden. Zum 20.12.2014 ist eine Gesetzesänderung in Kraft getreten, mit der diese Entscheidungspflicht künftig entfällt für:

• im Inland aufgewachsene Personen,
• Unionsbürger und Schweizer (ohne weitere Drittstaatsangehörigkeit),
• Personen, die zwischen dem 21. und 22. Lebensjahr keinen Hinweis auf ihre sonst mit Erteilung des Hinweises entstehende Optionspflicht erhalten haben.

Im Inland aufgewachsen sind Personen, die

• sich acht Jahre gewöhnlich im Inland aufgehalten haben oder
• sechs Jahre im Inland eine Schule besucht haben oder
• einen inländischen Schulabschluss bzw. einen inländischen Berufsabschluss besitzen oder
• im Einzelfall einen vergleichbaren engen Bezug zu Deutschland haben, soweit die Optionspflicht für sie einen Härtefall darstellen würde.

Für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern, die die deutsche Staatsangehörigkeit nicht bei der Geburt zusätzlich erhalten haben, gibt es auch künftig grundsätzlich keine doppelte Staatsangehörigkeit. Ausnahmen gelten hier nur bei EU-Staaten.
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