Länderübergreifende Ölwehrübung Baden-Württemberg/Bayern am 2. Oktober 2010 im Bereich der Teilabschitte der NATO-Fernleitungen Aalen-Leipheim und Aalen-Neuburg

Die Fernleitungsbetriebsgesellschaft (FBG), Sitz Idar-Oberstein betreibt im Bereich Baden-Württemberg und Bayern zwei NATO-Pipelines, die Produktenfernleitungen Aalen-Neuburg und Aalen-Leipheim. Obwohl diese durch die Betreiberfirma ständig gewartet werden und bisher bei bereits länger bestehenden Pipelines noch nie ein Schaden auftrat, ist es dennoch Aufgabe des Katastrophenschutzes, sich auf einen solchen Ernstfall vorzubereiten.

Um erstmals die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den einzelnen Führungsebenen der Länder Baden-Württemberg und Bayern zu üben findet am 2. Oktober 2010 eine länderübergreifende Ölwehrübung im Bereich der Landesgrenze statt. Es werden an insgesamt drei Stellen Leckagen an den Produktenfernleitungen angenommen. Die Betriebszentrale der FBG meldet an die Integrierte Leitstelle (ILS) Druckabfall im jeweiligen Streckenabschnitt. Die Alarmierung erfolgt nach Katastrophenschutz-Sonderplan.

Neben der Einrichtung einer Einsatzleitung erfolgt das Absuchen der beiden Streckenbereiche nach einer Leckstelle bzw. Austritt von Öl. Ebenso werden Ölsperren in den Gewässern des betroffenen Abschnittes zur Vorbereitung der Eindämmung des Schadensausmaßes und zum Abpumpen des aufgefangenen Öls errichtet. Hier sind neben permanenten Rückhalteeinrichtungen mobile Sperren vorgesehen.

An der Übung nehmen mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) die Ministerien der Länder, Regierungspräsidium Stuttgart, Regierung von Schwaben, Landratsamt Ostalbkreis, Landratsamt Heidenheim, Landratsamt Dillingen und Landratsamt Donau-Ries teil.

Im Landkreis Donau-Ries sind außerdem rund 230 Einsatzkräfte von 11 Feuerwehren (Nördlingen, Holheim, Hohenaltheim, Niederaltheim, Hürnheim, Ederheim, Forheim, Aufhausen, Wallerstein, Baldingen, Löpsingen) sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, JUH Donauwörth, Polizei, BRK, Wasserwirtschaftsamt, Bundeswehr und THW beteiligt.

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