Am Morgen - Hymne an das erwachende Leben

Hast du es je erlebt?
Erlebt, schauend in das Tal,
noch ehe die Sonne es ganz
erfüllt, erwachend mit dem
Licht, das sanft die Baumwipfel
berührt?

Noch, wenn es ganz dunkel ist,
klingen kristallklar die Gesänge
der Boten im Tal, in der Weite
des Raumes. Es ist eine Freude,
eine Freude, die aus dem Herzen
des Lebens selbst zu kommen
beginnt.

Eine dich, nimm teil am Reigen
des Lebens in aller Natur.
Sie alle preisen ihren tiefsten
Ursprung, ein vielstimmiger Chor
des Lebens.

Und dann, wenn leicht Nebelschwaden
über den Auen sich bewegen, und sanfte
Konturen der Bäume, ehrwürdig und still
erscheinen: Eine Symphonie der Wesen
ringsumher. Welch eine Gemeinschaft
der Harmonie und des Lebens.

Erlebe die sanfte, kraftvoll schöne,
anmutig erbauende, würdevoll wirkende
Natur in dir, erlebe sie in und um dich herum,
im Außen auch, wo ihr lichter Schein dich nach
innen weist.
Ist es ein Traum? Ja, es ist der Traum der Mutter,
ein Traum des mannigfaltigen Lebens, ein schaffender
Traum, aus dem alles natürliche Leben hervorgeht
in Myriaden Wesen.

Wieviel können wir Menschen doch lernen
aus jener Gemeinschaft für u n s e r e Gemeinschaft.

Sei ganz in ihr, tauche ein in das Nicht-wissen der Stille,
öffne dich, um zu empfangen. Mach dich leer, um erfüllt
zu werden.

Fürchte dich nicht. Erhabene Wesen halten dich,
wo immer du bist. Keine größere Geborgenheit
als hier.

Lass diese wundervollen, zarten, liebevollen Wesen
i h r e n Dienst an dir tun. Sie erheben dich sanft.
Heil und ganz wirst du aus diesem Liebesdienst
kommen.

Sie wissen um dein Wesen. Bruder und Schwester,
Wesensverwandte, umfassend, berührend, tief.
Selbstlos ist ihr Wirken.

Aus den Kaminen der Häuser steigt in den Frühling
der Rauch. Noch ist es früh.

Alles, was Menschen bislang Großes gefunden,
in allen Erfindungen der Kultur, das fanden sie -
aus Natur. Nützliches.

Jetzt ist es an der Zeit, Weisheit aus ihr zu schöpfen.
Werden wir unserem Mensch-sein entsprechen?

Alle Gaben, die Natur uns gibt, dürfen wir dankbar
und fraglos annehmen. So steigen wir auf, wenden
das Rad, unserer selbst bewusst.
Auch wir können geben. Auch wir können dienen.

Wo immer ein Mensch Weisheit und Liebe in sich
vereint, wirkt er im Frieden und in der Erneuerung.
Anzunehmen, was gegeben ist, zeigt sich als Freude.

Viel größer, als ich je ahnte, ist der Kreis, mitwirkend
am Großen Werk.
4
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
25.318
Silvia B. aus Neusäß | 09.04.2015 | 11:26  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.