„Lernender Landkreis Donau-Ries“

Aufgrund der Anregung des Fraktionsvorsitzenden der CSU Landtagsfraktion, Georg Schmid, auf Landkreisebene einen Bildungspakt zu gründen, hat Landrat Stefan Rößle vor einem Jahr die Arbeitsgruppe „Lernender Landkreis Donau-Ries“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Arbeitskreises ist es, die verschiedensten Zukunftsfragen zum Thema Bildung aufzugreifen. Dazu hat sich die Arbeitsgruppe, bestehend aus Landrat Stefan Rößle, aus dem Fraktionsvorsitzenden der CSU Landtagsfraktion Georg Schmid, MdL a. D. Helmut Guckert, Leonhard Dunstheimer (Wirtschaft), Schulamtsdirektor Willy Leopold, Rektor a. D. Theo Knoll und dem Wirtschaftsreferenten des Landkreises Donau-Ries Veit Meggle, in unregelmäßigen Zeitabständen getroffen.

Die Arbeitsgruppe „Lernender Landkreis Donau-Ries“ will einen Anstoß zur Überwindung des Denkens und Handelns in institutionellen Kategorien geben, damit im kommunalen Raum ein zusammenhängendes Gesamtsystem von Bildung, Erziehung und Betreuung Realität werden kann.

Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist die umfassende Bildung der Menschen. Dafür braucht es den Schulterschluss aller für Bildung und Erziehung auf kommunaler Ebene verantwortlicher Institutionen und Organisationen.

Für dieses ganzheitliche Bildungsverständnis ist die kommunale Ebene die zentrale Plattform. Hier findet schulisches, soziales und emotionales Lernen und Bilden statt. Aus diesem Grund wird die Steuerungsverantwortung für die Verzahnung der Träger, Einrichtungen und Angebote durch den Landkreis wahrgenommen, weil dadurch der erforderliche Rahmen zur optimalen Nutzung der örtlichen Ressourcen sichergestellt und verbindliche Kooperationstrukturen hergestellt werden können.

Die Arbeitsgruppe ist sich einig, dass Bildung auf kommunaler Ebene optimiert werden kann und Bildung weit über die reinen Schulinhalte hinausgeht. Es gilt die vorhandenen Prozesse zu koordinieren um anschließend die vorhandenen Defizite abzubauen.

Dabei ergeben sich folgende Zielsetzungen:
- Nachhaltige Struktur- und Organisationsentwicklung regionaler Netzwerke
- Beratung und Information zur Verbesserung der Transparenz von Bildungsmöglichkeiten
- Einbindung von und Zusammenarbeit mit Unternehmen
- Erhöhung der Bildungsbeteiligung der Bevölkerung
- Erhöhung der Möglichkeit zum Selbstlernen
- Verbesserung des Zugangs von bildungsfernen Gruppen zur Bildung
- Verbesserte Durchlässigkeit der Bildungsbereiche; verstärkte Verzahnung allgemeiner, beruflicher, kultureller und politischer Bildung
- Entwicklung passgenauer Qualifizierung für Betriebe der Region
- Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit zur Erleichterung des Zugangs zum Arbeitsmarkt
- Schärfung des Bewusstseins für Bildung

Die Arbeitsgruppe entwickelte folgenden Vorschlag für die Organisation und die Ablaufplanung der Initiative „Lernender Landkreis“: In der praktischen Umsetzung dieser Ziele soll die Organisation zukünftig von einem Bildungsforum getragen werden. In diesem großen Netzwerk finden sich alle an der Thematik interessierten Bildungseinrichtungen, Unternehmen und soziale Einrichtungen wieder. Zur Lenkung des ganzen Prozesses soll ein Beirat eingerichtet werden, dessen Leitung Landrat Rößle obliegt. Für die operative Arbeit ist an der Einrichtung von Arbeitskreisen gedacht, die die einzelnen Aufgabenstellungen bearbeiten.

Als mögliche Arbeitsschwerpunkte für Arbeitskreise sind beispielsweise denkbar, die Optimierung der beruflichen Schulen, der Fachkräftemangel, die Koordinierung der Erwachsenenbildungsangebote, die Hauptschulinitiative, bei der die Hauptschulen zu Mittelschulen weiterentwickelt werden sollen.

Diese hochkomplexe Aufgabe soll durch einen hauptberuflichen Regionalmanager begleitet werden, dessen Stelle der Kreistag am 20. Juli beschließen wird.

Auf dem Bild sehen Sie die Arbeitsgruppe „Lernender Landkreis Donau-Ries“ bei ihrer ersten Sitzung v. l. Landrat Stefan Rößle, Fraktionsvorsitzenden der CSU Landtagsfraktion, Georg Schmid, MdL a. D. Helmut Guckert, Martin Reitinger der zum 01. Juli 2009 in die Bauverwaltung gewechselt ist und dessen Aufgabe in der Arbeitsgruppe nun von Achim Frank übernommen wurde, Leonhard Dunstheimer, Rektor a. D. Theo Knoll, Wirtschaftsreferent Veit Meggle neben Schulamtsdirektor Willy Leopold

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