Walpurgisnacht
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Walpurgisnacht, das Hexenfest schlechthin. Feste werden veranstaltet auf dem Brocken im Harz und auch anderswo. Gedichte gibt es darüber, zum Beispiel von Theodor Storm. Goethe hat sie in seinem Faust verewig, Felix Mendelssohn Bartholdy hat in seinem Opus 60 "Die erste Walpurgisnacht" musikalisch verarbeitet, aber wo kommt sie wirklich her, die Walpurgisnacht?
In der Nacht zum ersten Mai wurden Freudenfeuer entzündet, um den Frühling zu begrüßen. Die Menschen versammelten sich um diese Feuer, tanzten um sie und sprangen vor Freude durch die Flammen. Ein heidnisches Fest.
Mit Beginn der Christianisierung wurden diese Feste verboten. Wer weiterhin die Feste in der alten Form feierte, wurde als dem Teufel hörig und als Hexe bezeichnet. Die Kirche verdammte jene und verbreitete das Gerücht, dass in dieser Nacht die Hexen ausflogen, um sich auf dem Blocksberg zu versammeln und dort auf die Ankunft des Teufels zu warten.
Die Kirche manifestierte den Aberglauben an Hexen und verbreitete, dass Frauen mit medizinischen Kenntnissen mit dem Teufel im Bunde stünden. Also die weisen Frauen, die Kräuterkundig waren und Feuer zur rituellen Reinigung benutzten, wurden von der Kirche als Hexen angeprangert und auf Scheiterhaufen verbrannt.
Aber wie auch bei anderen heidnischen Feiertagen, die in der Bevölkerung stark verwurzelt waren, hatte die Kirche auch dafür gesorgt, dass diese Feste in einem kirchlichen Fest aufgefangen wurde. Zum Beispiel wie das heidnische Julfest in Weihnachten und Ostara in Ostern. Der erste Mai wurder der Hl. Walpurga, der Schutzpatronin der Bäuerinnen und Mägde geweiht und so entstand der Name Walpurgisnacht. Selbstverständlich wurde der Hl. Wapurga von der Kirche nachgesagt, dass sie vor den Hexen schützen sollte.
Auch heute besteht das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens weiter in den Maifeiern mit Tanz in den Mai und Maibäumen, frischen Birkenzweigen und ausgelassenen Feiern. Maifeuer werden entzündet, durch die einige Mutige springen. Auch der Maibaum ist ein eindeutiges Fruchtbarkeitssymbol (Phallus). Üblicherweise wird er in der Walpurgisnacht geschlagen und am 1. Mai aufgestellt. Junge Männer verehren der Angebeteten ein Birkenbäumchen, dass sie ihr vor das Fenster stellen.
Eine Bauernregel besagt: Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen!
Und nun tanzt und singt und springt in den Wonnemonat Mai!


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