Viel Beifall für die gelungene Premiere Jugendgruppe des Theater Donauwörth e. V. präsentiert dieses Jahr „MOMO“

Momo wird von den Grauen bedrängt, weil sie herausgefunden hat, was die "Zeit" ist. Die Grauen von links: Clarissa Lo Guasto, Carina Wagner, Julia Schwab und Momo (Anette Schiz).
 
Ein Grauer will Momo die Puppe Bibigirl schenken, damit sie keine Zeit mehr hat, den Dorfbewohnern zuzuhören. (von links: Kerstin Reiter, Andrea Walden und Anette Schiz

Donauwörth: Freilichtbühne am Mangoldfelsen | (Donauwörth AW) Einen erfolgreichen Start in die Freilichtbühnen-Saison am Mangoldfelsen konnte das Jugendtheater Donauwörth mit dem Michael Ende-Klassiker „Momo“ verbuchen.

„Momo“ heißt das Märchen für Jung und Alt, das die Theatergruppen „Locker vom Hocker“ und „Die Bühnenstrolche“ unter der Schirmherrschaft von Christine Hofzumberge, der Frau des Donauwörther Oberbürgermeisters, dieses Jahr auf der Freilichtbühne am Mangoldfelsen zum Besten geben.

Ein kleines Mädchen, das zuhören kann
Der bekannte Märchenroman „MOMO“ von Michael Ende, der im Jahre 1973 erschien und 1974 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde, entwickelte sich zu einem Kultbuch. Erzählt wird die Geschichte von Momo (Annette Schiz), einem kleinen Mädchen, das in einem alten Amphitheater in einem kleinen italienischen Dorf wohnt. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es zuhören kann. So kommen die Dorfbewohner oft zu ihr, erzählen ihre Sorgen und werden so wieder zuversichtlicher. In diese Idylle dringen eines Tages graue Wesen – die Zeit-Diebe - (verkörpert von Carina Wagner, Clarissa Lo Guasto, Andrea Walden und Julia Schwab) ein, die die Menschen überreden, ihre Zeit zu sparen und nicht „nutzlos“ zu vergeuden. Bald beherrschen Hektik und Gewinnstreben das Leben der Dorfbewohner. Momo macht sich auf, mit Hilfe von Meister Hora (Johannes Koch) und Kassiopeia (Jessica Becker) die gestohlene Zeit den Menschen zurückzuholen.

Das schon 1997 aufgeführte Stück „Momo“ hatte in einer Neuauflage von der Jugendgruppe „Locker vom Hocker“ kürzlich Premiere. Bereits seit Januar wurden Szenen geprobt und viele Lieder einstudiert. Die Regie führte wie auch schon im letzten Jahr Martina Gerstmeier, unterstützt von Angelika Dietenhauser, die erstmals die Co-Regie übernahm.

Tolle Musik
Michael Zinsmeister komponierte für die Neuauflage auch neue, zeitgemäßere Lieder, wie zum Beispiel das Lied von Gigi (Frank Litzl). Es wurden jedoch auch aus der Version von 1997 Lieder übernommen, wie zum Beispiel „Zeitverschwendung“ gesungen von dem Friseur Fusi (Frederick Egger) oder das Anfangslied gesungen von der Erzählerin Britta Lang. Viele Szenen des Stücks wurden ausschließlich von den Bühnenstrolchen gestaltet, Tänze einstudiert und auch Lieder geprobt.

Es gibt keine Bessere
Die Suche nach der „richtigen“ Besetzung der Momo gestaltete sich zuerst schwierig. Martina Gerstmeier und Angelika Dietenhauser hatten genaue Vorstellungen, wie ihre Momo zu sein hatte. Einstimmig entschied man sich für Annette Schiz, die schon im letzen Jahr in „Alice im Wunderland“ als immer schläfrige Maus überzeugte. Die beiden Regisseurinnen waren nach der ersten Probe überzeugt: „Eine bessere Momo hätten wir nicht finden können“.

Die nächsten Aufführungstermine: 15.7. - 18.30 Uhr, 18.7. - 10.00 Uhr, 23.7. - 20.30 Uhr, 29.7. - 18.30 Uhr, 31.7. - 10.00 Uhr, 1.8. - 20.30 Uhr und die letzte Vorstellung findet am 5.8. um 20.30 statt.
Karten gibt es online: www.freilichtbuehne-donauwoerth.de oder im Vorverkauf unter Telefon 09 06 / 89 81 und an der Abendkasse an der Freilichtbühne am Mangoldfelsen.

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Tanja Fackelmann aus Augsburg am 13.07.2010 um 07:57 Uhr  
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