SchülerInnen der Ludwig-Bölkow-Berufsschule zur Weiterbildung in London

Die Schülergruppe aus Donauwörth und Nabburg auf dem Piccadelly Circus in London auf Sightseeing-Tour
Nach drei Wochen Weiterbildung in London sind 22 Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth zurückgekehrt. Die Auszubildenden zu Kaufleuten im Groß- und Außenhandel, Bürokaufleuten und Industriekaufleuten wurden am European College of Business and Management (ECBM) zur Kauffrau bzw. Kaufmann International ausgebildet.

In dem dreiwöchigen Intensivkurs erlernten und übten die Auszubildenden berufsrelevante Kompetenzen wie Präsentationstechniken und kundenorientierte Gesprächsführung ein. Zusätzlich konnten sie ihre Computerkenntnisse ausbauen und durch selbständige Erarbeitung internationaler Themen und Problemstellungen eben jene interkulturelle Kompetenz erlangen, die in der heutigen Berufswelt wichtig ist und immer wichtiger wird. Aber nicht nur die theoretische Beschäftigung mit anderen Kulturen stellte für die Auszubildenden eine Herausforderung dar; sie lernten sich in einer europäischen Metropole zurechtzufinden, in der Menschen vieler Nationalitäten wohnen und arbeiten. Auch die Gastfamilien, bei denen die Schülerinnen und Schüler untergebracht waren, sind teilweise nicht nur von englischer Herkunft, sondern auch von irischer, indischer, pakistanischer, chinesischer oder afrikanischer.

Eine völlig neue Erfahrung wird für viele das Reisen mit der Tube gewesen sein, der Untergrundbahn Londons, die die älteste der Welt ist und über ein weit verzweigtes Netz verfügt. Sie wird regelmäßig gewartet und modernisiert, was von den Reisenden immer wieder Flexibilität und Geduld abverlangt. Von den Gastfamilien, die sich alle im gleichen Vorort Londons befanden, bis zum College im Stadtzentrum benötigten die Auszubildenden ca. eine Stunde, teils zu Fuß und teils mit der Tube. Am College absolvierten sie ganztägig ihre Kurse. Den Abend hatten die Jugendlichen zur freien Verfügung.

Neben den üblichen Attraktionen Londons, die in der Freizeit besichtigt wurden, war ein Kulturprogramm anderer Art geplant, das eher die wirtschaftlichen Aspekte der Millionenstadt im Focus hatte: die City of London (das historische und wirtschaftliche Zentrum), das Bank of England Museum, die Docklands und die Metallbörse Londons um nur einige der Ausflugsziele zu nennen.

Unterstützung erfuhren die Jugendlichen nicht nur von den begleitenden Lehrkräften der Ludwig-Bölkow-Schule vor Ort, sondern auch von Dozenten des ECBM und den Gastfamilien. Dass diese berufsbegleitende Maßnahme auch zur Verbesserung und Ausweitung der Englischkenntnisse der Auszubildenden führte, war ein weiteres Plus, denn Englisch hat sich zu einer Lingua Franca, einer allgemeinen Verkehrssprache, im kaufmännischen Bereich entwickelt. Möglich wurde dieser Aufenthalt durch Fördermittel aus dem Erasmus+-Bildungsprogramm der EU. Das Programm schließt mit diversen Zertifikatsprüfungen ab. Unter anderem haben die Auszubildenden die Möglichkeit, eine Zertifizierung zum Kaufmann/ zur Kauffrau International zu erlangen. Das ECBM ist durch die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer dazu ermächtigt, diese Zertifizierung anzubieten und abzunehmen. Die Auszubildenden dürfen nach bestandener Prüfung und nach Erhalt des Kaufmannsgehilfenbriefes diesen Zusatz führen.
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