"Beziehung die trägt"
Im Tanzhaus in Donauwörth fand der Vortrag: „Beziehung die trägt“ mit „Christen im Beruf“ e. V. statt. Es referierte das Ehepaar Durst.
Der Gastsprecher Horst Durst, selbstständiger Unternehmer im Bereich EDV, berichtete in großer Offenheit über den Aufbau seines Geschäftes vor 25 Jahren. Mit vollem Engagement setzte er sich für sein Unternehmen ein. Bereits wenige Jahre nach der Gründung baute er sein Geschäft schließlich auf 16 Mitarbeiter aus. Das Wachstum motivierte und die Verantwortung stieg. Doch die Familie kam zu kurz. Er berichtete von Schwierigkeiten und von seinem Versuch, seine Ehe zu retten, dies endete jedoch in der Ehescheidung. Seine schmerzliche Erfahrung dabei war, dass die Kinder am meisten darunter leiden, was auch heute noch sehr weh tut.
Während der Scheidungszeit kam er mit gläubigen Christen in Kontakt. Zuerst nahm er sie nicht so recht ernst und beobachtete ihre Glaubensgrundsätze, doch dann eines Tages, in seiner großen Not lernte er wieder zu beten und hatte eine persönliche Erfahrung mit Gott. Diese übernatürliche Begegnung hat sein Leben verändert.
Er fand eine Gemeinde, in der er sich aufgenommen fühlte. Seinen Glauben lebt er nun in der evangelischen Landeskirche. Er kam zu der Erkenntnis, dass Gott auch ihm eine zweite Chance schenken will.
Inzwischen ist er in zweiter Ehe mit seiner Frau Ilona verheiratet. Die Tochter seiner Frau lebte zeitweise sogar mit ihnen zusammen, was für beide ein Segen war. Es ist modern geworden, eine „Patchwork-Familie“ zu führen, doch dies allein begründet nicht den Segen, dieser liegt in dem entscheidenden Zusatz, dass es eine Ehe unter den Prinzipien Christi ist. In seiner Gemeinschaft innerhalb der Christen hat er seinen Frieden zurückgefunden.
„Es fliegen einem keine gebratene Tauben in den Mund, weil man Christ ist. Aber Gott hilft immer spätestens rechtzeitig!“ war eine bemerkenswerte Aussage des Abends.
Seine Frau Ilona sprach in Ihrem Teil des Vortrags zum Thema Beziehungen. Sie sprach davon, dass Beziehungen zu den Grundbedürfnissen des Menschen zählen. Sie trug vor, wie sehr sie seit ihrer Jugend an dem Thema Beziehungen arbeitete. Bei anfänglichen Experimenten mit esoterischen Praktiken geriet sie in die Hände einer Sekte. Diese verstanden es, die Menschen so zu beeinflussen, dass sie regelrecht an diese Gruppe gebunden waren. Am Ende war sie ihr gesamtes angespartes Vermögen los, da die Sekte es nur auf ihr Geld abgesehen hatte.
Doch die Erkenntnis, dass nicht der Sektenführer sondern Jesus Christus zur Rechten Gottes sitzt, so wie es in der Bibel steht, war für sie der Grund zum Ausstieg. Diese Zeit war für sie sehr schwer. In dieser Zeit stellte sie sich auch die Sinnfrage zu ihrem bisherigen Leben: Wozu lebe ich? Wer kann überhaupt noch Interesse an mir haben? Sie erhielt die Antwort in Jesus Christus. Sie wurde daraufhin eine gläubige Christin und hat ihr Vertrauen ganz auf Christus gerichtet, was für sie eindeutig der richtige Weg war. Alles andere hatte sie seiner Führung überlassen. Christus würde ihr auch aus aller persönlichen Not helfen.
Heute ist sie dankbar über ihre zweite Ehe. Einen Mann mit einem inzwischen wesentlich geschrumpften Geschäftsbetrieb und Kindern aus erster Ehe hat sie geheiratet. Sie sprach davon, dass Liebe nicht nur eine Sache des Gefühls sondern auch des Willens ist. Abschließend machte sie den Zuhörern Mut, auch in schwierigen Zeiten mit unbedingtem Wollen an der eigenen Ehebeziehung zu arbeiten, auf die Hilfe von Jesus Christus in jeder Lebenssituation zu vertrauen, und die Liebe zum Partner zu erhalten, weil es sich lohnt!
Der nächste Vortrag vom Verein Christen im Beruf wird am Donnerstag, den 9. Dezember 2010, um 19.00 Uhr im Tanzhaus sein. Das Vortragsthema lautet: „Überleben in einen gnadenlosen Wettbewerb“. Der Referent Dieter Zimmermann ist Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Maschinenbau und hat seit 1992 eine eigene Firma für neue Technologien in der Wärmebehandlung.



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