Notenkessel - Joakim Arenius und 120-Gospelchor
Donauwörth: Evang. Christuskirche Donauwörth | Gospelfreude erfüllte die Christuskirche Donauwörth beim zweiten Notenkessel-Konzert. Diesmal mit dem Gospelchor des dreitägigen Seminars unter der musikalischen Leitung von Joakim Arenius. Arenius geht mit seiner Formation „Praise Unit“ in Schweden (und Europa) neue Gospelwege. Seine Stücke sind voller funkiger Bass-Riffs und verwenden tausend Worte, die wie instrumentale Solis arrangiert sind. Doch während seine Formation „Praise Unit“ deutlich unter 20 Personen aufweist, musste Arenius an diesem Wochenende mit über 120 Menschen pauken und üben, bis die Musik annähernd flutschte. Trotzdem nahm das Publikum die Veränderung im Sound des Gospelchores, der jedes Jahr neu ist und doch immer gleich fulminant und präsent und energiegeladen, deutlich wahr. „Anders, aber toll!“ stand öfters in den Kommentarkarten, die Organisator Hans-Georg Stapff eingesammelt hat.
Nur etwas kurz und viel zu schnell vorbei war das Programm. Schon nach dem fünften Stück war Pause angesagt. Dafür „saßen“ die präsentierten Stücke auffallend gut und es machte garnichts, in den Zugaben nochmal Wiederholungen zu hören.
Dankbar war das Publikum für ausgiebiges Mitsingendürfen, was Joakim Arenius auch gut übte. Sängerisch hielt sich der Leiter und Klavierspieler eher zurück und ließ Solisten aus dem Seminar „zu Wort“ kommen, die durch die Bank prächtige Solopartien ablieferten. Stilsicher Monika Fünffinger und Lore Eisen (All the time) und Steffen Schönborn (das fetzige „Time to celebrate“). Einzigartig aber die Duetts von Andrea von Mackensen und Julia Kowalke sowie Ronja Sensche und Sonja Fischer (Fingerprints). Das Stück „Thy will be done“ (Dein Wille geschehe) begann mit einem acapella-Duett von Lea Schießl und Christian Stapff und verarbeitet ein Thema des barocken Johann Sebastian Bachs. Sehr interessant die Interpretation des populären „Joshua fit the battle of Jericho“ und die Sprechchöre in einzelnen Songs.
„Anders, aber toll!“ kann ich da nur nochmal wiederholen und es gingen drei intensive, tiefgehende Tankstellen-Tage zu Ende.



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