Museen im Ferienland Donau-Ries mit allen Sinnen erfahren

    Weil sich die regionalen Museen vom Motto des diesjährigen Internationalen Museumstags „Museen in der Kulturlandschaft“ besonders angesprochen fühlten, haben sie sich für Sonntag, den 22. Mai, auch eine ganz besondere Aktion einfallen lassen: 13 sinn(en)volle Museen und Schlösser laden die Besucher ein, die kulturelle Vielfalt im Ferienland Donau-Ries mit all ihren Sinnen zu entdecken. Die Besonderheiten gibt es nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören, zu riechen, zu fühlen und zu schmecken.

Schmecken

„BIER brauen und trinken“ heißt die diesjährige Sonderausstellung über die Nördlinger Brauereien und Gaststätten im Stadtmuseum Nördlingen und natürlich sollen die Besucher das Bier an diesem Tag auch einmal schmecken können. Von 13.30 bis 16.30 Uhr werden Nördlinger Biere und für die Kinder besondere Nördlinger Limonaden verköstigt (Ausstellung geöffnet: 13.30 bis 16.30 Uhr).
„Geschmackvoll durchs Schloss“ lautet das Motto im Residenzschloss Oettingen, wo man sich nach einer prickelnden Begrüßung auf den Weg machen kann, um 300 Jahre Tischkultur mit allen Sinnen zu erleben: feinstes Porzellan, fürstlich gedeckte Tafeln, Köstliches für den Gaumen und vieles mehr. Der Rundgang durch die Ausstellung „Tischlein deck dich – 300 Jahre Tischkultur bei Hofe“ beginnt um 14.30 Uhr.
Zwei der fünf Sinne werden in Schloss Leitheim angeregt: Im Rahmen zweier Führungen durch das Schloss (Beginn 11 und 14 Uhr, ermäßigter Eintritt, Kinder frei) sind die bedeutenden Freskenzyklen von Godefried Bernhard Goez zu sehen. Schmecken wird das Angebot im Restaurant „Weingärtnerhaus“ beim Mittagstisch von 12 bis 13.30 Uhr, Kaffee und Kuchen am Nachmittag oder beim Abendessen ab 18 Uhr.

Riechen

Riechend kann man im Heimatmuseum Oettingen eine „Eine Reise in die Sechziger“ unternehmen. In der neuen Sonderausstellung „Wir in den Sechzigern“ werden die Sinne mit Sammeltassen und kaltem Hund angeregt. Grillhähnchen, Süßspeise oder Pitralon – typische Gerüche der Sechziger Jahre sind zu erriechen oder zu erraten. Das Heimatmuseum Oettingen ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet
In Schloss Höchstädt werden unter dem Motto „Dufte Blumen“ verzierte Duftflaschen, Schmuckdosen, Apothekengefäße gezeigt: Was wurden darin für geheimnisvolle Dinge aufbewahrt? Und wie hat es im Barock wohl gerochen? Antworten gibt es nach dem Ausstellungsbesuch am Mitmachstand, wenn Groß und Klein wohlriechende Dinge kreieren. Zur kostenlosen Mitmachaktion von 14 bis 17 Uhr haben Kinder freien Eintritt, Begleitpersonen benötigen eine Eintrittskarte.
Im Heimatmuseum Rain ist es „Nicht nur sauber – sondern Rain“. Die Sauberkeit und Hygiene aus 300 Jahren hängt in der Luft. Darunter verstanden die Menschen im Rainer Winkel vor 300 Jahren jedoch etwas anderes als heute: Straßenfegen und -kehren musste per Verordnung des Magistrats eingefordert werden. Unrat auf der Straße nach Viehmärkten stellte oft ein Problem dar. Die Ausstellung zeigt Regeln, Tipps und alles zur Sauberkeit Gehörige: vom Spucknapf, Damenartikel und Putzlappen bis hin zum Nachtstuhl, Besen und Wischmopp. Von 13.30 bis 16.30 Uhr können die Besucher bei freiem Eintritt duftende Seifen selber herstellen, mit Putzartikeln basteln und beim Ratespiel: „Erkennst Du, was Du riechst?“ mitmachen.

Fühlen

Das Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth präsentiert sich als „Museum zum Anfassen“. Besucher dürfen Herstellungsmaterialien der Käthe-Kruse-Puppen wie Rehhaar oder Nesselstoff erfühlen. Ein ganz besonderer Sinneseindruck ist es, einmal eine Skulptur mit verbundenen Augen zu ertasten. Kinder ab 5 Jahren können Spielzeug aus Wegwerfmaterialien basteln (Materialkosten 3,- €). Daneben lädt die neue Ausstellung „Die Kruses – eine geniale Künstlerfamilie und ihr Freundeskreis“ zum Besuch ein. Geöffnet bei freiem Eintritt von 11 bis 18 Uhr.
Bereits am Samstag, den 21. Mai, lädt die Burg Harburg um 20 Uhr ein, das nächtliche Gemäuer zu ertasten. Zum Auftakt gewährt der Archivar einen Blick in das Fürstliche Archiv. Wie fühlen sich alte Urkunden an und was ertastet man bei einem Siegel aus der Zeit um 1600? Auf dem Weg durch die Gänge des Fürstenbaus, das Kabinett und die Fürstenloge der Kirche darf man nicht nur Gesangbücher berühren, sondern auch das „pot de chambre oval“. Besucher können erlesene Zutaten zu Speisen und Getränken ertasten und sich fragen, wie schwer war eine Hakenbüchse oder ein Harnisch? Streichen über ein Jagdgewehr und berühren der Felle erlaubt! Der Eintritt zur 80-minütige Sonderführung kostet 9,- €, Kinder sind frei, Anmeldung unter Tel. 09080/96860.

Hören

Ohren spitzen heißt es im Museum KulturLand Ries in Maihingen. Wenn Türen knarren, Flaschen klirren, dann ist man richtig beim „Hör-Gang“ durch die Ausstellung: Viele Objekte, die still in den Vitrinen stehen, sind mit ganz bestimmten und typischen Geräuschen verbunden, die man meist nicht „zeigen“ kann. Um 13.30 und um 15.30 Uhr bietet das Museum KulturLand Ries deshalb eine besondere Führung. Mit Hörbeispielen vieler Geräusche lässt sie die Ausstellung lebendig werden und setzt das Kopfkino in Bewegung. Wie klang es wohl im Laden, wenn jemand zum Milchholen kam, welche Geräusche sind mit der Herstellung eines Kleides verbunden? Wie hat Strom die Geräuschwelt verändert? Der „Hör-Gang“ zeigt Objekte nicht nur von einer ganz anderen Seite, sondern ist auch ein Ratespaß für Groß und Klein. Er dauert jeweils etwa eine Stunde. Das Museum ist bei freiem Eintritt von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Kaffee und Kuchen werden angeboten.

Sehen

Sehen kann man im RiesKraterMuseum Nördlingen von 10 bis 16.30 Uhr, was passiert, wenn ein Meteorit auf der Erde einschlägt. Das „Museum im Krater“ gibt Einblicke in die spektakuläre Katastrophe vor 15 Millionen Jahren und lädt ein zur Sonderausstellung „IMPAKTSPUREN – Einschlagkrater der Erde im Radarbild der Mission TanDEM-X“. Dort werden u.a. einzigartige und hochästhetische Bilder im Großformat gezeigt.
Genau hinschauen soll man auch im Goldbergmuseum Goldburghausen. Von 14 bis 17 Uhr widmen sich die Mitarbeiter dort vor allem den Kindern und fragen „Was SEHE ich denn da, wie gehört das zusammen, wie entsteht es? Zur Stärkung stehen Kaffee und Kuchen bereit.
Schon am Abend vorher macht das Goldbergmuseum die Nacht zum Tag. Am 21. Mai um 19 Uhr referiert Gisela Pösges, stellvertretende Leiterin des RiesKraterMuseums, über „Das Nördlinger Ries und die geologische Einzigartigkeit des Goldbergs“ im Gemeindezentrum Goldburghausen.
Sehen und hören lassen sich im Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen von 10 bis 17 Uhr mächtige Lokomotiven in Aktion. Um 10 Uhr wird als zusätzliches Angebot an diesem Tag eine kostenlose Sonderführung durch die Restaurierungswerkstätten des Museums angeboten.
Das Auge wird auch im Nördlinger Stadtmauermuseum im Löpsinger Torturm bedient. Von 10 bis 17 Uhr kann man dort die Fotoausstellung „Momentaufnahmen. Menschen in Nördlingen 1962“ mit Schnappschüssen des Fotokünstlers Lutz Franz sehen.
1
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.