Mehr als 100 Jahre Vereinsgeschichte im Überblick

(von links) Karl-Heinz Bruckmoser, Kreisvorsitzender des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Donauwörth, Landrat Stefan Rößle, Antonie Schäble, Autorin der Chronik und Hans Weidel, Teamleiter Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt
Frau Schäble überreicht Landrat Rößle die Kurzfassung der Chronik des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Donauwörth

Nachdem Herr Hans Schäble und seine Ehefrau Antonie unter anderem bereits eine 10-bändige Dokumentation über die Gründung und Entwicklung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Donauwörth von 1893 – 1995 sowie zwei weitere Bände über die Anlage des Kreislehrgartens erstellt haben, wurde nun noch eine kurz gefasste Chronik geschaffen, um den Gartenbauvereinen und interessierten Bürgern einen Einblick in das 100-jährige Verbandsgeschehen zu gewähren.
Frau Schäble hat die Kurzfassung nach dem Tod ihres Mannes nun in seinem Sinne vollendet und diese jüngst Landrat Stefan Rößle überreicht.

Landrat Rößle dankte Frau Schäble für dieses – so der Landrat – „ausgesprochen gelungene Werk“. Er bedauerte, dass Herr Hans Schäble nicht mehr an diesem Moment teilhaben konnte. Sein Einsatz für den Natur- und Umweltschutz wird jedoch durch dieses Werk lebendig bleiben und den künftigen Generationen ein Vorbild sein, wie Landrat Rößle hervorhob.
Herr Schäble hat ein Stück dieser langen Vereinsgeschichte selbst miterlebt.
Er war von 1959 bis 1994 in der Vereinsleitung des Kreisverbandes Donauwörth ehrenamtlich tätig, wirkte 5 Jahre als 2. Vorsitzender und 29 Jahre als 1. Vorsitzender. Weil sich Herr Schäble erinnern konnte, wie man in den Nachkriegsjahren bemüht war, die Gartenbauvereine wieder zu mobilisieren, war es immer sein Anliegen, der jungen Generation als Zeitzeuge möglichst viel aus der Vergangenheit zu vermitteln und das Erreichte der Nachwelt bewusst zu machen.

Welchen hohen Stellenwert Natur und Umwelt bei Herrn und Frau Schäble einnehmen, zeigt sich – wie Landrat Rößle betonte - auch darin, dass Frau Schäble 2011 ihr Grundstück in Wemding nach dem Tod ihres Mannes dem Landkreis schenkte, verbunden mit Wunsch, es für Naturschutz und Umweltbildung zu verwenden. Das Grundstück und die vorhandenen Werkstattgebäude werden seither von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Donau-Ries betreut. Schon wiederholt wurde das Grundstück den Schäfern als Weide für die Lämmer mit den Muttertieren zur Verfügung gestellt. Als mittelfristiges Ziel ist geplant, zusammen mit den Naturschutzvereinen im Ries eine Ausstellung zu initiieren.

Beeindruckt von der Chronik und dem unermüdlichen Einsatz von Frau Schäble zeigte sich auch Karl-Heinz Bruckmoser, der Kreisvorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Donauwörth. Die Kurzfassung zeigt anschaulich die Anfänge des Verbandes und seine Entwicklung auf.
Sie gibt einen Einblick in die Verbandsarbeit, aus deren Rahmen die Anlage des Kreislehrgartens in Monheim 1990/92 als ein Höhepunkt herausgehoben werden kann. Weiter informiert die Chronik darüber, dass die Anzahl der Gartenbauvereine seit 1966 von 14 auf 37 im Jahr 1995 und der Mitgliederbestand von rund 600 auf rund 6.000 gestiegen ist.
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