Knabenrealschule Heilig Kreuz: Die offizielle Verabschiedung von Schulleiter Herbert Bauer (mit Videos)
Donauwörth: Gallussaal im Kloster Heilig Kreuz | Nach 12 Jahren Schulleitung in der Knabenrealschule Heilig Kreuz wird Herbert Bauer zum Erscheinen des Zwischenzeugnis Schuljahr 09/10 in den Ruhestand gehen - zu seiner offiziellen Verabschiedung fand am Freitag, dem 22. Januar ein Dankgottesdienst in der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz und danach ein Laudatio-Programm im Gallussaal des Kloster Heilig Kreuz statt.
Um 9.30 Uhr begleitete das Orgelspiel von Engelbert Reißler und das Blechblasensemble von Heilig Kreuz unter der Leitung von Rainer Hauf die Gäste beim Dankgottesdienst für die Arbeit von Herbert Bauer an "seiner" Schule.
Die tiefe Verbindung zwischen den Herz Jesu Missionaren und unserer Schule wurde deutlich durch das Zelebrieren der Messe vom österreichischen Provinzial Pater Walter Licklederer, Pater Superior Franz Aicher, Pater Anton Karg - ehemaliger Schulleiter von Heilig Kreuz und direkter Vorgänger von Herbert Bauer in dieser Position - , Pater Leopold Langer - ehemaliger Pater Superior und langjähriger Schulseelsorger von Heilig Kreuz, sowie Pater Blasius Mayer.
Im folgenden Video hört man die Anfangsfanfare:
Nach dem Gottesdienst ging es in den Gallussaal, wo der Rahmen der Verabschiedung vom Blasorchester Heilig Kreuz (unter der Leitung von Eduard Mayershofer) und dem Heilig Kreuzer Chor (unter der Leitung von Martina Würth) gestaltet wurde.
Ausschitt aus "Fanfare and Flourishes" von James Cournow, zu Beginn des offiziellen Teils:
Nach der Begrüßung der Ehrengäste (Minsterialbeauftragter des Bezirk Schwaben Rainer Feller als Vertreter des Kultusministeriums, Ulrich Haaf als Direktor des Schulwerks der Diözese Augsburg, Provinzial Pater Walter Licklederer, Stefan Rößle als Landrat für Donau-Ries, Donauwörther Oberbürgermeister Armin Neudert, die Realschulleiter der vier umliegenden Realschulen - im besonderen natürlich Peter Müller von St. Ursula, der bei uns lange Jahre Konrektor war -, zwei Hauptkomissare der Donauwörther Polizeidirektion, beispielhaft für die wirtschaftlichen Bindungen der Schule Vertreter der Firmen Grenzebach, Eurocopter und Link, sowie die Sprecher der Schulfamilie Heilig Kreuz) durch Konrektor Joachim Düsing gab es ein kurzes Grußwort von Provinzial Licklederer, der - wie er sagte - schon in seiner Predigt genügend Zeit gehabt hatte seine Gedanken zur Verabschiedung von Herrn Bauer mitzuteilen.
Besonderer Dank ging an die enge Zusammenarbeit von Herrn Bauer mit den Herz Jesu Missionaren, als erster nicht kirchlicher Leiter der Schule seit Kriegszeiten (lange Zeit auch Internatsdirketor) und seit 2005 für die Einführung der Spendenveranstaltungen zu Gunsten der Missionare in Mondombe im Kongo.
In den folgenden drei Grußworten von Direktor Haaf, Landrat Rößle (dessen Sohn dieses Jahr bei uns seinen Abschluss machen wird) und Oberbürgermeister Neudert wurde immer wieder als Thema aufgenommen, wie sehr sich Herr Bauer bei allen betroffenen Einrichtungen für seine Schule eingesetzt hat (Schule und Gelände gehören Stadt und Land, Internat und Kirche gehören der katholischen Kirche, das Schulwerk des Bistums Augsburg ist der offizielle Schulträger) und wieviel Humor er auch in schwierigen Situationen bewies. Es wurde auf die Unterstützung der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz durch die Sternwallfahrt der Knabenrealschule und St. Ursula hingewiesen, die Unterstützung der BR-Radeltour in Donauwörth im letzten Sommer, usw.
Anschließend gab es ein Medley mit auf Herrn Bauer umgedichteten Texten, vorgetragen vom Chor.
Die nächsten drei Redner vertraten die Schulfamilie Heilig Kreuz. Schülersprecher Felix Möller trug ein Dankesgedicht vor (sehr schöner Anzug! ;-)), Elternbeiratsvorsitzende Jutta Bartl bedankte sich auf humorvolle Art bei Herrn Bauer für sein offenes Ohr für Elternbelange und seinen Humor, genau wie der MAV-Vorsitzende Wolfgang Pell in Bezug auf die Belange der Lehrer von Heilig Kreuz (Frau Bauer dankte Herr Pell ebenfalls für ihre Unterstützung ihres Mannes). Es wurde immer wieder betont, dass alle Projekte von Herrn Bauer zu Gunsten und zur Profilierung der Schule entwickelt wurden (Tag des offenen Klosters, der Schulaustausch mit Frankreich, die Englandfahrt im letzten Jahr, die Entwicklung und Regie des Marionettentheaters, die Frankreich-Revue mit St. Ursula, die Musicals als Herr Müller noch Konrektor in Heilig Kreuz war, usw.)
Nach einer Einlage durch das Blasorchester ergriff der Ministerialbeauftragte für den Bezirk Schwaben, Rainer Feller, das Wort - erstmal um für die Einladung zu danken und klarzustellen, warum ein Vertreter des Kultusministeriums an der Verabschiedung eines Schulleiters des privaten, kirchlichen Schulwerks Augsburg teilnimmt: Herr Bauer ist Staatsbeamter und war nur befreit, um sein Amt im kirchlichen Dienst auszuüben, darum muss die Entlassungsurkunde vom Kultusministerium kommen.
Herr Feller hob in besonderer Weise die Chancen von Realschule als einem hervorragenden Bildungsweg hervor. Dies tat er am Beispiel von Herbert Bauer, der selbst Schüler von Heilig Kreuz gewesen war und nach Lehre, Bundeswehr, Abitur, Studium auch schon eine weitere Schulleitung im Fachschulbereich innehatte, ehe er als Realschulleiter nach Heilig Kreuz zurückkehrte. Dann verlas er offiziell die Entlassung in den Ruhestand, bevor er das Dokument an Herrn Bauer überreichte.
Der Chor und das Blasorchester spielten im Anschluss eine umgedichtete Variante vom Bozner Bergsteigermarsch zum Mitsingen:
Wohl ist Herr Bauer aus Burgau ja weithin recht bekannt,
als Chef der Schule Heilig Kreuz im ganzen Schwabenland.
Und Herbert Bauer verlässt und heut, das ist ja jetzt bekannt,
er geht in seinen wohlverdienten Ruhestand
Refrain:
Leb wohl, leb wohl, auf Wiederseh'n, wir wünschen recht viel Glück.
Leb wohl, leb wohl, auf Wiederseh'n, komm manchmal auch zurück.
Die Lehrer, Gäst' und Schüler, sie wünschen Gottes Seg'n,
ein bisschen mehr Gesundheit und ein langes Leb'n.
Viel Frude mit der Enkeling in einem neuen Haus,
denn jetzt ist für Sie immer: "Endlich Schule aus!"
Refrain
Zum gerührten Abschluss trat Herr Bauer selbst ans Podium, um seine Wünsche für die Zukunft von Heilig Kreuz zu formulieren. Er hob hervor, dass die besten unserer Schüler im landesweiten Vergleich nicht hinter den Schnitten der meist weiblichen Jahresbesten an gemischten Realschulen hinterher stehen, und dass er dies als schützendswertes Alleinstellungsmerkmal für Heilig Kreuz sah. Nach der Rede war in den Augen der emotionaleren Zuhörer ein feuchtes Schimmern zu sehen (z.B. bei mir) bis Herr Düsing die Anwesenden auf einen Imbiss im Brabantersaal einlud, und Frau Bauer mit einem Blumenstrauß dankte. Dieser Teil der Verabschiedung endete mit einer weiteren Einlage des Blasorchesters. Das Büffet im Brabantersaal war sehr lecker (noch mal Dank an die Damen des Internats!) und die guten Gespräche, Dankesworte und Erinnerungen haben viele Beteiligte noch ein paar Stunden feiern lassen.
Weitere Bilder der Verabschiedung gibt es auf unserer offiziellen Seite, (c) Stephan Söllner:
Bildergalerie von der offiziellen Verabschiedung





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