Feierliche Vesper mit Neupriester Benjamin Beck im Liebfrauenmünster

Donauwörth (jt). Als Einstimmung auf die Primiz von Neupriester Benjamin Beck trafen sich die Gläubigen am Samstagabnd, den 5. Juli 2008, zu einer feierlichen Vesper im Donauwörther Liebfrauenmünster. Musikalisch wurde diese von der Münsterorganistin Maria Steffek und der Männerschola umrahmt.
Nach dem feierlichen Einzug segnete Neupriester Benjamin Beck seine Primizkerze und entzündete sie an der Osterkerze. Dann stimmte die Männerschola unter der Leitung von Maria Steffek im Wechsel mit der Gemeinde einen Hymnus und zwei Psalmen an. Der ehemalige Ministrantenkollege des Primizianten, Stefan Loh, trug die Lesung aus dem 1. Korintherbrief vor. Hier berichtet Paulus von den verschiedenen Gnadengaben und Diensten. So werde dem einen die Weisheit mitzuteilen, einem anderen die Erkenntnis zu vermitteln und einem dritten die Glaubenskraft geschenkt. So teilt der Geist Gottes einem jeden seine besondere Gabe zu, wie er will.
Bezugnehmend auf die Lesung nahm Monsignore Ottmar M. Kästle in seiner kurzen Ansprache Stellung. Paulus habe bei seinen Ausführungen ganz genau hingeschaut und dabei sicher erkannt, dass die zum Glauben Gekommenen viele Begabungen und Fähigkeiten einbringen und dies auch wertvoll ist. „Aber er bringt ins Bewußtsein, es muss in rechter Weise gesehen und eingesetzt werden“, so Kästle. Zum einen müssen die Begabungen und Fähigkeiten als Geschenk ehrfürchtig angenommen werden. Zum anderen müssen sie dann auch dienen und Dienste zum Wohl der anderen und zum Wohle des Ganzen werden. Diese geschieht durch das Wirken des Hl. Geistes.
Der Priester steht als Beter, als Leiter und als Mensch inmitten dieses Dienstes vertrauend auf den Geist Gottes. Er steht jedoch nicht allein, denn er braucht die Gemeinde und die Gemeindemitglieder brauchen ihn.
Als Wunsch sprach Stadtpfarrer Kästle dem Primizianten Benjamin Beck zu, dass dieser immer eine Gemeinde hat, welche ihn herausfordert, Priester zu sein. Sie solle ihn aber auch nicht überfordern und in starre Rollen zwängen und ihm Zeit für sich selber lassen. Die Gemeinde solle ihn auch als Freund sehen, denn dann brauche er nicht unter Einsamkeit und Isolation zu leiden.
Nach dem Magnificat, den Fürbitten und dem Vater unser spendete Neupriester Benjamin Beck den Segen und bedankte sich bei der Stadt und der Pfarrei für den freundlichen und festlichen Empfang.
Ein Bericht von der Primiz und der Dankandacht folgt.

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