Energiekonzept: Experten diskutieren

Die Energie-Allianz wächst weiter. Landrat Stefan Rößle, Heike Burkhardt, die Energiebeauftragte des Landkreises, und Günter Zwerger, Leiter der Stabsstelle für Kreisentwicklung (erste Reihe von links) freuen sich über drei neue Partner: die Gemeinde Münster, vertreten durch Bürgermeister Gerhard Pfitzmaier (hinten links), die evangelisch-lutherischen Dekanate Donauwörth, Oettingen und Nördlingen, vertreten durch Dekan Johannes Heidecker (hinten Mitte) und die Große Kreisstadt Nördlingen, vertreten durch Ob
Workshop mit den Netzwerk-Partnern – Energie-Allianz wächst weiter
Donauwörth (pm). Die Erstellung des Energienutzungsplanes für den Landkreis Donau-Ries schreitet voran. Im Rahmen eines Workshops wurden nun auch die Mitglieder des Energie-Forums und der Energie-Allianz sowie Vertreter der Kreistagsfraktionen eingebunden, um gemeinsam konkrete Projekte und Maßnahmen für den Landkreis zu erarbeiten.


Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE), die vergangenes Jahr den Auftrag für die Erstellung des Energienutzungsplanes erhalten hatte, präsentierte den rund 30 Teilnehmern zunächst einen Zwischenstand ihrer Arbeit. Neben der Erhebung des energetischen Ist-Zustand wurde bereits eine Potenzialanalyse für den Einsatz Erneuerbarer Energie sowie für Energieeffizienz und Energieeinsparung durchgeführt. Im dritten Teil des Energienutzungsplanes geht es darum, konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Energieziele aufzulisten. Bei einem Workshop im Landratsamt wurden in Kleingruppen zu diesen Themen Projektideen entwickelt und mögliche Maßnahmen diskutiert. Laut Dr. Serafin von Roon, Geschäftsführer der FfE, fließen die Ergebnisse dieses Workshops in den Energienutzungsplan mit ein, soweit sinnvoll und möglich. Von Roon lobte die Mitarbeit und einmal mehr das gut funktionierende Energie-Netzwerk im Landkreis.

Dieses Netzwerk wird bald noch größer. Das Energie-Forum – eine Expertengruppe, die auf Beschluss des Kreistages 2007 installiert worden war – stimmte jüngst der Aufnahme von drei weiteren Partnern zur Energie-Allianz zu. Neben der Großen Kreisstadt Nördlingen und der Gemeinde Münster bekennen sich damit auch die evangelisch-lutherischen Dekanate Donauwörth, Oettingen und Nördlingen zu den Energiezielen des Landkreises.

Als größte Stadt im Kreis unterstützt Nördlingen die Initiative, in der Region den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern und gleichzeitig den Energieverbrauch zu senken und geht als Kommune auch selbst mit gutem Beispiel voran. So gibt es für die stadteigenen Immobilen ein Energiemanagement, Dachflächen werden für die Nutzung durch Photovoltaikanlagen vermietet, die städtischen Einrichtungen komplett mit Ökostrom versorgt. Zur Umsetzung weiterer Maßnahmen soll zudem ein Klimaschutzmanager eingestellt werden.

Mehr als autark in Sachen Energie ist die Gemeinde Münster. Sie erzeugt durch Photovoltaik und Wasserkraft bereits das 1,8fache der verbrauchten Energie. Daneben stehen Energieeinsparung und Energieeffizienz im Mittelpunkt der Bemühungen, sei es nun durch energetische Sanierung des Gemeindehauses oder durch den Bau einer Hackschnitzelanlage.

Der Bewahrung der Schöpfung fühlt sich die evangelische Kirche verpflichtet und unterstützt daher alle Maßnahmen, die auf reduzierten Energieverbrauch und die Nutzung von Erneuerbaren Energien zielen. Bei Renovierungen an kircheneigenen Gebäuden wird ebenfalls auf Energieeffizienz geachtet.
Nachdem das Energie-Forum der Aufnahme zugestimmt hat, werden im Rahmen einer kleinen Feierstunde die drei neuen Partner in Kürze ihre Unterschriften unter die Beitrittserklärung zur Energie-Allianz setzen.

Weiteres Thema des Treffens war der aktuelle Sachstand zur Windkraft. Nach den Vorstellungen von Ministerpräsident Horst Seehofer, den Abstand zwischen Windrad und Siedlungsgrenze auf 10 H (Höhe des Windrades mal 10) zu vergrößern, und den jüngsten Plänen von Wirtschaftsminister Gabriel, die Einspeisevergütung im EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) von der Anlagen-Effizienz abhängig zu machen, die Einspeisevergütung also für Schwachwindgebiete zu reduzieren, liegen viele Planungen für Windkraftanlagen aktuell auf Eis. Und auch der regionale Planungsverband hat seine Arbeit zwischenzeitlich gestoppt, bis eindeutige Vorgaben vorliegen, war in der Sitzung zu hören.
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